Ratingen (FG). Als vor zwei Jahren der langjährige Schützenchef Gero Keusen im Alter von nur 63 Jahren verstarb (+ 25.01.2024), war das ein Schock für alle Schützen der St. Sebastiani Bruderschaft Ratingen und Umgegend von 1433 eV und natürlich auch für deren Ehefrauen, Partnerinnen und für alle Freunde und Förderer des Ratinger Brauchtums. Seit 2011 hatte Gero Keusen die Bruderschaft unter dem Leitsatz von Glaube, Sitte, Heimat dreizehn Jahre lang geführt und die Schützen mit großem Engagement und Ideenreichtum vorangebracht. Unvergessen bleibt seine nachhaltig erfolgreiche Initiative gemeinsam mit Bürgermeister Klaus Pesch und den Ratinger Karnevalisten, die der katholischen Kirche St. Peter und Paul die Brauchtumsglocke bescherte.
von Fabian Guthmann
Mit Wortgewandtheit, Humor, diplomatischem Geschick und Weitsicht gelang es Gero Keusen, die notwendigen Förderungen und Finanzmittel zu besorgen und mit tatkräftig helfenden Händen zuerst den Schießstand zu erneuern und dann das neue Schützengebäude zu bauen. Unvergessen ist und bleibt sein vielfaches „Danke! – Danke! – Danke!“ an alle Mitgestalter und Helfer, allen voran an den 2. Vorsitzenden Sven Pallessen und dessen Bauteam. Mit Anerkennung für das Geleistete und Stolz auf das Erreichte können die Ratinger Schützen auf diese Errungenschaften blicken und diese in den nächsten Jahrzehnten intensiv nutzen. Dem entsprechend wurden diese Leistungen beim Titularfest der Ratinger Schützen am vergangenen Sonntag (18.1.) ausdrücklich gewürdigt.
Neuer Vorstand der St. Sebastiani Bruderschaft Ratingen einstimmig gewählt
Die Einstimmigkeit bei der Wahl aller Vorstandsmitglieder macht die Geschlossenheit der Ratinger Schützen deutlich. Als neuer Schützenchef wurde der langjährige Platzmeister, Christian Freund, in Ratingen auch als Rechtsanwalt wohlbekannt, und als 2. Vorsitzender Fabian Schürings, einem der wohl erfolgreichsten Schützen der St. Sebastiani Bruderschaft, einstimmig gewählt. Beide haben das beeindruckende Votum der einstimmigen Wahl gerne angenommen. Sie werden gemeinsam mit Fachkenntnissen und Erfahrungen die Aufgabe übernehmen, jetzt auch die zeit- und arbeitsintensiven Formalabwicklungen der Baumaßnahmen zu bewältigen. Perspektivisch wird ihre Hauptaufgabe sein, vor allem die jüngeren Generationen an das Brauchtum heranzuführen und für die Bruderschaft zu gewinnen. Mit ihrer Begeisterung und ihrem Engagement für das Schützenwesen sind beide bestens geeignete Vorbilder, um diese zukunftsweisende Herausforderung meistern zu können.

