
Heiligenhaus. Der Sabine-Teusch-Weg ist ein viel genutzter Verbindungsweg zwischen dem Stadtteil Heide und dem Dümgesweg in Heiligenhaus. Seit Ende letzten Jahres ist der Weg gesperrt, weil Bäume umgestürzt sind. Nach einer Untersuchung hat sich nun gezeigt, dass insgesamt 50 Bäume in diesem Bereich gefällt werden müssen.
Am Sabine-Teusch-Weg sind die Baumfällarbeiten in vollem Gange. Hier müssen rund 50 Eschen gefällt werden, die nicht mehr standsicher sind. Aufgefallen ist der Schaden am rund 50 Jahre alten Baumbestand kurz vor Weihnachten, als plötzlich zwei Bäume umgestürzt sind und den Wanderweg versperrt haben.
“Wir haben uns die Zeit genommen und alle Bäume in dem betreffenden Gebiet untersucht”, berichtet Nicole Schürmann, die für die Baumkontrollen im Stadtgebiet zuständig ist. Dabei habe sich gezeigt, dass alle Bäume stark geschädigt sind. Laut der Expertin hat die Trockenheit der vergangenen Jahre die Vitalität der Bäume stark geschwächt. In Folge richteten Pilze schweren Schaden an. Konkret ist es hier der Eschenbaumschwamm, der das Wurzelwerk befallen und zersetzt hat. “Die Haltefunktion” sei so nicht mehr gegeben, erklärt Schürmann. Schon ein kleiner Windstoß könne die Bäume jederzeit zu Fall bringen. Auch zwischen Weihnachten und Neujahr, als der Weg schon gesperrt war, seien noch zwei weitere Bäume umgekippt.

Im Auftrag der Technischen Betriebe Heiligenhaus ist seit dieser Woche die Firma Westphal aus Mettmann mit der Fällung beauftragt. Mit Baggern und Kettensägen werden die geschädigten Bäume nun nach und nach abgetragen. Voraussichtlich Mitte nächster Woche sollen die Arbeiten beendet sein. Dann kann der Christine-Teusch-Weg wieder benutzt werden.
Die Baumstämme werden noch bis April vor Ort gelagert. Mit dem Holz selbst sei nichts mehr anzufangen, so Benedikt Filmar von den TBH. Daher werden die Stämme dann abgeholt, zu Holzhackschnitzeln verarbeitet und verbrannt. Später soll das Gebiet mit neuen, klimaresilienten Bäumen neu bepflanzt werden.
Laut dem Technischen Dezernenten Andreas Sauerwein werden die Bäume am Christine-Teusch-Weg nicht die einzigen sein, die auf absehbare Zeit im Stadtgebiet gefällt werden müssen. Auch der Baumbestand am Werkerwald im Bereich Ratinger Straße weise Schäden auf, die ein baldiges Handeln erforderten. Wann genau an dieser Stelle etwas unternommen wird, soll in der nächsten Ausschusssitzung Anfang Februar beschlossen werden.
Insgesamt hat die Baumpflege und die Abwehr von Gefahren durch nicht mehr standsichere Bäume für die Stadt in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Rund 385.000 Euro wurden im letzten Jahr nach Angaben von Benedikt Filmar in diesem Bereich investiert. Wo Bäume verschwinden, werden in der Regel auch wieder neu angepflanzt. Auch dies ist ein Faktor, der die Kosten in die Höhe treibt.


