Das Deponiegelände an der Haberstraße in Velbert. Archivfoto: Geoportal NRW

Velbert. Die Deponie Plöger Steinbruch im velberter Industriegebiet Röbbeck wird erweitert. Noch in diesem Jahr wird eine neue Deponiefläche vorbereitet, die bis zu vier Millionen Tonne Müll und Bauschutt aufnehmen kann. 


Die Deponiebetriebsgesellschaft Velbert mbH hat in dieser Woche mit den vorbereitenden Baumaßnahmen für die Nord-West-Erweiterung der Deponie Plöger Steinbruch begonnen. Grundlage hierfür ist der im Januar 2026 rechtskräftig gewordene Planfeststellungsbeschluss. Notwendig wird der Ausbau, da das verfügbare Restvolumen der seit 1982 bestehenden Deponie voraussichtlich Ende 2027 ausgeschöpft sein wird.

Für die Erweiterung wird eine Gesamtfläche von rund 20,3 Hektar in Anspruch genommen, wovon etwa 13 Hektar direkt für die Ablagerung von Inertstoffen vorgesehen sind. Durch die Expansion des Deponiegeländes soll ein zusätzliches Einlager-Volumen von rund 2,3 Millionen Kubikmetern geschaffen werden, was etwa vier Millionen Tonnen entspricht. Der Betreiber plant damit eine Entsorgungsperspektive für die kommenden 27 Jahre ein.

Der Zeitplan sieht vor, dass im Frühjahr 2027 mit der Errichtung der Basisabdichtung für den neuen Deponiekörper begonnen wird. Erste Anlieferungen auf den neuen Flächen werden für Ende 2027 erwartet.

Eine Deponie ist der Klasse I zugeordnet. Das bedeutet, dass hier nicht gefährliche Abfälle mit sehr geringem oder geringem organischen Anteil gelagert werden können, wie etwa Haus- und Gewerbemüll.

Auswirkungen auf die Umwelt

Laut Angaben der Deponiebetriebsgesellschaft spielen die Belange des Natur- und Umweltschutzes bei dem Projekt eine zentrale Rolle. So seien schon im Vorfeld “umfangreiche und nachhaltige” Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen realisiert worden, um die “ökologischen Funktionen zu erhalten und weiterzuentwickeln”. “Die aktuellen Arbeiten finden unter Berücksichtigung artenschutzrechtlicher Vorgaben statt und sind zeitlich begrenzt”, heißt es.