In einzelnen Kommunen in NRW wird das Streusalz knapp. (Archiv)
In einzelnen Kommunen in NRW wird das Streusalz knapp. (Archiv) Foto: Christophe Gateau/dpa

Nordwalde/Düsseldorf (dpa/lnw) – Angesichts des anhaltenden Winterwetters wird Streusalz für Straßen zum gefragten Gut. Nach den Glatteis-Tagen Anfang Januar sei es bei Kommunen in besonders betroffenen Regionen zu höheren Nachbestellungen von Streusalz gekommen, berichtete der Städte- und Gemeindebund Nordrhein-Westfalen der Deutschen Presse-Agentur. Es seien allerdings keine flächendeckenden Engpässe bei der Verfügbarkeit zu beobachten, hieß es. Im Regelfall seien die Silos im Herbst bereits vorausschauend gefüllt worden. In einzelnen Kommunen komme es aber durch anhaltende Glättegefahr durchaus zu angespannten Situationen.


Kommunen müssen wegen langer Lieferzeiten haushalten

Beispiel Nordwalde: Die Gemeinde streut seit einigen Tagen nur noch Hauptstraßen, weil die Reserven knapp werden. Der Lieferant habe erst für Mitte Februar Nachschub in Aussicht gestellt, hieß es aus der Verwaltung. Zurzeit haushalte man mit den noch verbliebenen Mengen und hoffe, dass die Temperaturen zeitnah ansteigen. Der Bauhof habe keine große Lagerkapazität und in den Vorjahren seien Nachlieferungen binnen 24 Stunden problemlos möglich gewesen, so die Erklärung.

Auch die Kommunen Olsberg und Bestwig im Sauerland berichteten Anfang der Woche von starker Nachfrage nach Streusalz und sich verzögernden Nachlieferungen, weil die Winterdienste überörtlicher Straßen bevorzugt beliefert würden. Die Baubetriebshöfe sähen sich daher gezwungen, Streusalz auf Nebenstraßen nur sparsam einzusetzen.

In anderen Städten, etwa Burbach im Kreis Siegen-Wittgenstein sowie Leopoldshöhe im Kreis Lippe, hatte es zuletzt ähnliche Probleme gegeben: Die langersehnten Nachlieferungen seien aber inzwischen eingetroffen, hieß es von dort.

Autobahnmeisterei im Sauerland: Bis zu 100 Tonnen Salz täglich

Auch auf vielen Autobahnen sei in diesem Jahr bereits mehr Streusalz verbraucht worden als im Vorjahr, teilte die Autobahn GmbH des Bundes für Westfalen mit: «Eine ausreichende Versorgung ist aber auch durch eine eigene Salzreserve von etwa 25.000 Tonnen gewährleistet», teilte eine Sprecherin mit. Man frage kontinuierlich den Salzbedarf der Autobahnmeistereien ab, um weitere Lieferungen zeitgerecht zu planen.

Allein die im Sauerland gelegene Autobahnmeisterei Lüdenscheid verbrauche knapp 40 Tonnen, um an einem Frosttag etwa 70 Kilometer Strecke einmalig abzustreuen. Schneie es viel oder gebe es gefrierenden Regen, könnten bis zu 100 Tonnen Salz an nur einem Tag benötigt werden, so die Sprecherin.