Fußball-Weltmeister Pierre Littbarski.
Fußball-Weltmeister Pierre Littbarski. Foto: Soeren Stache/dpa

Wolfsburg (dpa) – Vor dem Freitagabendspiel seiner beiden langjährigen Vereine hat Fußball-Weltmeister Pierre Littbarski Kritik an der Entwicklung des VfL Wolfsburg geübt. «Ich erkenne keine Strategie, keine Vision. Da passt vorne und hinten nichts», sagte der 65-Jährige in einem Interview der «Wolfsburger Allgemeinen Zeitung». «Es gibt ein Überangebot an Abwehrspielern, im Mittelfeld fehlt Tempo und vorne ein echter Torjäger. Irgendwie ist das Ganze zusammengewürfelt. Irgendwie passen die Spieler nicht zueinander, alles wirkt so planlos.»


In der Bundesliga tritt der Tabellenzwölfte Wolfsburg am Freitagabend (20.30 Uhr/Sky) beim 1. FC Köln an. Für die Kölner spielte Littbarski insgesamt 14 Jahre lang. Für den VfL arbeitete er von 2010 bis 2023 als Co- und Interimstrainer, Chefscout und Markenbotschafter.

El Mala könnte «der Super-Joker» der WM werden

Beim FC freut sich Littbarski über den Aufstieg des 20-jährigen Said El Mala, der eine ähnlich spektakuläre Spielweise hat wie der Weltmeister von 1990 früher selbst. «Er ist ein Unterschiedsspieler, der dank seines Tempos, seines Mutes und seiner Stärke im Duell Mann gegen Mann Spiele im Alleingang entscheiden kann», sagte er.

Auf die WM-Chancen des Jungstars angesprochen, sagte Littbarski: «Er kann als Einwechselspieler ein Faktor werden. Für Julian Nagelsmann könnte El Mala bei der Weltmeisterschaft der Super-Joker werden.»