Ein Großteil des bundesweiten Karnevalumsatzes wird laut einer IW-Studie in Köln hervorgebracht. (Archivbild)
Ein Großteil des bundesweiten Karnevalumsatzes wird laut einer IW-Studie in Köln hervorgebracht. (Archivbild) Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Köln (dpa) – Die Wirtschaft kann in der diesjährigen Karnevalszeit nach einer Prognose des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) erneut mit einem Milliarden-Umsatz rechnen. Trotz der in diesem Jahr deutlich kürzeren Karnevalssession gehen die Ökonomen von bundesweiten Einnahmen von zwei Milliarden Euro aus, wie die «Rheinische Post» berichtet. Der größte Anteil entfalle auf die Gastronomie, gefolgt von Einzelhandel, Transport und Hotelübernachtungen.


Besonders Köln profitiert demnach stark vom jecken Treiben: Dort allein werden der Studie zufolge 850 Millionen Euro des Gesamtumsatzes gemacht. Der rheinischen Metropole komme mit einem Anteil von mehr als 40 Prozent am Umsatz eine zentrale Bedeutung für den Karneval als Wirtschaftsfaktor zu.

Insgesamt liege der Umsatz rund 100 Millionen Euro unter dem des Vorjahres – damals war die Karnevalsaison mit 115 Tagen aber auch 15 Tage länger als die diesjährige. Der Grund dafür ist das frühe Osterfest 2026.

Beim Blick auf die unterschiedlichen Branchen liegen den IW-Angaben zufolge die Gastwirte vorn. Insgesamt fließen demnach rund 900 Millionen Euro in die Gastronomie. Auch der Einzelhandel könne sich freuen – für Kostüme, Kamelle und andere Karnevalsartikel werden laut IW Einnahmen von 400 Millionen Euro erwartet. Für Transportmittel wie Bus und Bahn seien rund 290 Millionen Euro Umsatz berechnet, für Übernachtungen rund 210 Millionen Euro. Weitere 162 Millionen Euro fließen in Tickets oder den Wagenbau. 

Auch bei den Hotelpreisen liegt Köln an der Spitze

Die IW-Zahlen zeigen auch, dass Karnevalstouristen in Köln für Übernachtungen mit deutlich steigenden Preisen rechnen müssen. In der Rheinmetropole kostet demnach eine Übernachtung während der Hauptkarnevalstage im Schnitt fast 90 Euro mehr als im Vergleichszeitraum – ein Aufschlag von rund 66 Prozent. 

In Städten wie Bremen oder Rottweil stiegen die Preise um mehr als zehn Prozent, in Düsseldorf und Mainz sinken sie laut IW dagegen leicht. Das liege auch daran, dass Düsseldorf und Mainz vor allem Besucher aus der Region anzögen, während Köln viele Gäste aus ganz Deutschland und dem Ausland verzeichne.