
Velbert. Die Stadt Velbert ist auf dem Weg zum flächendeckenden Glasfaserausbau ein Stück weiter: In Berlin wurde der Stadt offiziell die Förderurkunde im Rahmen der Gigabitförderung des Bundes überreicht. Damit stehen die finanziellen Mittel für den Ausbau leistungsfähiger digitaler Infrastrukturen in bislang unterversorgten Bereichen des Stadtgebiets zur Verfügung.
Die zugesagte Förderung stammt aus der Gigabit-Initiative des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung. Diese verfolgt das Ziel, bis 2030 Glasfaseranschlüsse bis in die Gebäude bereitzustellen – vor allem dort, wo es die Telekommunikationsanbieter nicht von selbst für wirtschaftlich erachten. Rund 1,8 Milliarden Euro bundesweit sollen für neue Projekte der Gigabitförderung zur Verfügung gestellt werden.
“Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur sichert die Zukunftsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandorts, stärkt die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen und verbessert ganz konkret die Lebensqualität der Menschen in Velbert”, betont Dezernent Christian Draeger. Mit der Förderzusage komme Velbert dem Ziel eines flächendeckenden Glasfasernetzes einen entscheidenden Schritt näher.
Die Gesamtfinanzierung erfolgt nach Angaben der Stadt Velbert zu bis zu 80 Prozent aus öffentlichen Mitteln: 50 Prozent der Kosten werden durch den Bund getragen und weitere 30 Prozent durch ein flankierendes Förderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen. Die verbleibenden 20 Prozent muss die Stadt Velbert übernehmen.
Und wer profitiert in Velbert davon? In den Blick genommen wird nach Verwaltungsangaben das gesamte Stadtgebiet. Gefördert werden gezielt Adressen mit bislang unzureichender Bandbreitenverfügbarkeit. Das betrifft insbesondere Häuser in Randlagen oder im Außenbereich, die beim bisherigen ungeförderten Ausbau durch die Telekommunikationsunternehmen nicht berücksichtigt wurden.
Welches Telekommunikationsunternehmen die als förderfähig erkannten Gebiete künftig erschließen wird, soll sich im Rahmen von Ausschreibungsverfahren klären. Nach Angaben der Verwaltung stehen die Fördermittel bis Ende 2029 zur Verfügung. Bis dahin sollte der Ausbau also auf den Weg gebracht sein.
Hintergrund zur Teilnahme an der Gigabit-Initiative
Der Breitbandausbau in Velbert wurde in der Vergangenheit im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing und Tourismus beraten. Auf dieser Grundlage beauftragte die Stadtverwaltung ein spezialisiertes Beratungsbüro mit einer datenbasierten Untersuchung zum Breitbandbedarf im Stadtgebiet. In einem Branchendialog sowie einem Markterkundungsverfahren wurde analysiert, welche Telekommunikationsunternehmen vor Ort tätig sind, welche Bandbreiten angeboten werden und wo eigenwirtschaftliche Ausbaumaßnahmen geplant sind.

