Reichlich Dreck weggeschaft, Groß und Klein von der Bruderschaft Lintorf, Bild: Bruderschaft
Reichlich Dreck weggeschaft, Groß und Klein von der Bruderschaft Lintorf, Bild: Bruderschaft

Ratingen | Unter dem Motto „Dreck weg“ haben in den vergangenen beiden Tagen in Ratingen wieder viele Menschen angepackt, Vereine, Schulklassen, Initiativen und Privatpersonen. Die Stadt hatte zum traditionellen Dreck-weg-Tag aufgerufen, am Freitag, 27. Februar, starteten bereits zahlreiche Schulen mit eigenen Sammelrunden, am Samstag, 28. Februar, folgte das Großreinemachen im gesamten Stadtgebiet.


Dass die Aktion längst mehr ist als ein Termin im Kalender, zeigte sich auch im Netz: Verschiedene Gruppen mobilisierten über Social Media zum Mitmachen, darunter etwa TV Ratingen gemeinsam mit dem Verein Ratingen.nachhaltig, der SV Hösel sowie lokale Parteigliederungen, die sich als Sammelteams angekündigt haben.

Lintorf besonders aktiv

In Lintorf war die Aktion erneut breit organisiert. Koordiniert wurde, unter anderem von der Werbegemeinschaft Lintorf, TuS 08 Lintorf und der Aktivtreff 60plus, die Ausgabe von Material und die Ablagepunkte für die gefüllten Säcke. Gesammelt wurde von 10 bis 12 Uhr, Abstellmöglichkeiten gab es unter anderem am Rathaus an der Speestraße sowie an der Bushaltestelle Rehhecke am Schulzentrum.

Besonders auffällig ist in diesem Jahr der Bericht der Lintorfer Schützen: Das St. Anna Corps Lintorf zieht eine klare Bilanz, kleinerer Sammelbereich, aber doppelt so viel Müll wie im Vorjahr. Treffpunkt war um 10 Uhr der Schützenplatz, bevor es mit Warnwesten, Handschuhen, Säcken und Greifern losging, Material, das laut Bericht von der Stadt zur Verfügung gestellt wurde. Gesäubert wurden der Schützenplatz, Wege entlang des Dickelsbachs sowie der Bereich rund um den Alten Bahnhof.

Neben den typischen Funden wie Papier und Flaschen landeten diesmal auch ungewöhnliche Dinge auf dem Müllhaufen, darunter Stapel kostenloser Zeitungen, eine Palette, mehrere Katzenbäume und Balkonblumenkästen. Die größte Menge sei rund um den Alten Lintorfer Bahnhof zusammengekommen. Zudem beteiligte sich laut Schützenbericht auch das Andreas Hofer Korps wie seit vielen Jahren am Dreck-weg-Tag.

Mehr als nur sauber

Die Stadt begründet den Termin bewusst mit der vegetationsarmen Jahreszeit, dann wird Müll besonders sichtbar. Ziel ist auch, Kinder und Jugendliche für Umweltschutz zu sensibilisieren. Nach getaner Arbeit gab es als Dankeschön am Baubetriebshof an der Sandstraße Essen und Getränke, ein Punkt, der das Gemeinschaftsgefühl zusätzlich stärkt.

Unterm Strich zeigen die vielen Gruppen, von Schulen bis Schützen, wie viel Stadtgesellschaft in Ratingen steckt, wenn man sie lässt, und wie schnell aus einer Aufräumaktion ein gemeinsames Zeichen wird.