Ratingen | Es sind diese Nachmittage, an denen man schon beim Eintreten spürt, dass hier mehr verhandelt wird als nur Stoffe, Farben und Ablaufpläne. In der Eventlocation „Fette Henne“ in Lintorf kam jetzt vieles zusammen, was für viele Paare zum emotional wohl wichtigsten Fest ihres Lebens gehört. Rund um Organisatorin Sophia Dartmann vom Unternehmen Eventspeicher präsentierten sich Anbieter, die Hochzeiten nicht nur ausstatten, sondern ihnen Ausdruck verleihen wollen: von Einladungskarten über Blumenschmuck und Musik bis zur Tischdekoration, vom festlichen Anzug bis zum passenden Kleid, auch für Trauzeugen und Gäste jeden Alters. Der Rahmen passte dabei auffallend gut zum Anlass. Das Stuckhotel Fettehenne ist mit historischen Räumen, persönlicher Planung und Feiern für Gesellschaften von bis zu 100 Gästen im Stuckhotel, eingebettet in ein größeres Eventkonzept der Fettehenne-Häuser.
Dass eine solche Hochzeitsmesse auf Resonanz stößt, überrascht bei genauerem Hinsehen kaum. Zwar ist die Zahl der Eheschließungen in Deutschland zuletzt gesunken, 2024 wurden laut Statistischem Bundesamt 349.200 Ehen geschlossen, so wenige wie noch nie seit 1950. Zugleich zeigt die Statistik aber auch: Die Ehe bleibt für viele Menschen ein bewusst getroffener, oft später gefällter Lebensentschluss. Frauen waren bei der ersten Heirat 2024 im Schnitt 32,9 Jahre alt, Männer 35,3 Jahre, mehr als drei Viertel der Eheschließenden heirateten zum ersten Mal. Gerade weil die Entscheidung seltener beiläufig und häufiger reflektiert getroffen wird, wächst bei vielen Paaren der Wunsch, den Tag nicht beliebig, sondern sehr persönlich zu gestalten.
Genau hier setzen Hochzeitsmessen an. Sie sind Schaufenster, Ideenlabor und Beratungsraum zugleich. Seit geraumer Zeit entwickelt sich ein Trend zu stärker personalisierten Feiern, mehr Atmosphäre, mehr Individualität und zugleich zu praktischen Lösungen, die Planungsstress verringern. Dazu gehört auch der direkte Kontakt zu Dienstleistern, den viele Paare als besonders wertvoll empfinden, weil sich Stil, Chemie und Umsetzbarkeit im persönlichen Gespräch schneller erfassen lassen als durch jede Internetrecherche. Ebenfalls sichtbar ist der Wunsch nach nachhaltigeren Lösungen, etwa durch das Leihen statt Kaufen von Dekoration und Ausstattung.
Das Unternehmen Eventspeicher der Eheleute Sophia und Dennis Dartmann, als Initiatoren und Veranstalter des Lintorfer Events “Hochzeitsmesse Ratingen”, bewegt sich genau in diesem Feld. Dennis Dartmann bringe seine handwerkliche Leidenschaft ein, Sophia Dartmann ihre Liebe zur Arbeit mit Menschen, zur Gestaltung und zum großen Ganzen. Angeboten werden Verleih, Auf- und Abbauservice, individuelle Dekorationskonzepte sowie auch liebevoll geplante Kinderbereiche, ein Detail, das gerade bei Familienfeiern mit vielen Gästen oft den Unterschied macht. Konzeptgespräche bietet Eventspeicher unter anderem in Menden, Mönchengladbach, Altena, direkt in Locations oder digital an, geliefert wird unter anderem ins Rheinland, nach Düsseldorf und ins Ruhrgebiet.
So bekommt auch der Satz von Sophia Dartmann besonderes Gewicht, dass eine Hochzeit für Menschen, die sich zu diesem Schritt entschlossen haben, immer ein Meilenstein sei und die Feier die Gefühle derjenigen sichtbar machen solle, die an diesem Tag im Mittelpunkt stehen. In Lintorf wurde daraus ein Format, das bewusst nicht auf Größe, sondern auf Atmosphäre setzte. Gerade das dürfte ein Teil des Erfolgs gewesen sein. Wo Paare nicht durch anonyme Messehallen geschleust werden, sondern in einer gewachsenen, stilvollen Umgebung ins Gespräch kommen, entstehen schneller konkrete Bilder vom eigenen Fest. Dass Cornel Müller und das Team der Fetten Henne dieses Format gerne fortsetzen wollen, wirkt deshalb nur folgerichtig. Die Verbindung aus historischer Kulisse, persönlicher Ansprache und handverlesenen Ausstellern hat gezeigt, dass die Sehnsucht nach einer besonderen Hochzeit keineswegs verschwunden ist, sie ist nur individueller, bewusster und in vieler Hinsicht anspruchsvoller geworden.
Für Lintorf war diese kleine, feine Messe damit mehr als nur eine Verkaufsschau. Sie war auch ein Beleg dafür, dass es Orte und Menschen braucht, die aus Planung Vorfreude machen. Und genau davon gab es an diesem Tag reichlich.

