
Ratingen (AH) | Gute Ideen gibt es in Ratingen und weit darüber hinaus viele. Was oft fehlt, ist nicht der Einfall, sondern der nächste Schritt. Genau hier setzt der Innovationsförderpreis Ratingen 2026 an, den der Living Room mit Partnern aus Wirtschaft und Stadt auf den Weg gebracht hat.
Gesucht werden keine perfekten Hochglanzpräsentationen, sondern umsetzbare Geschäftsideen aus Ratingen, Düsseldorf, dem Kreis Mettmann und der Rhein-Ruhr-Region.
Die Bewerbung läuft bewusst niedrigschwellig über ein Kurzformular und einen Videopitch. Die Bewerbungsfrist endet am 5. April 2026. Hinter dem Projekt steht ein Gedanke, der für Louis Steininger zentral ist. „Eine gute Idee macht noch lange kein erfolgreiches Unternehmen“, sagt der Vorsitzende des Living Room. Genau deshalb soll der Wettbewerb nicht bei einer symbolischen Auszeichnung stehenbleiben.
Wer es unter die Top 10 schafft, erhält zehn Wochen Mentoring, Workshops und Zugang zu relevanten Netzwerken. Themen wie Recht, Steuern, Finanzierung und Präsentation sollen helfen, aus einer Idee tatsächlich ein tragfähiges Vorhaben zu machen. Steininger formuliert den Anspruch noch deutlicher: „Das soll beim Innovationsförderpreis anders sein. Deshalb unterstützen die Organisatoren praxisorientiert.“ Dahinter steckt auch eine Erfahrung aus früheren Wettbewerben.
Gute Einfälle verpuffen schnell, wenn danach niemand mehr mit anpackt. Der Innovationsförderpreis will genau diese Lücke schließen, mit Begleitung statt bloßer Aufmerksamkeit. Dabei ist der Anreiz durchaus handfest. Ausgelobt sind Preisgelder im Wert von bis zu 20.000 Euro, darunter 10.000 Euro für den ersten Platz, 5.000 Euro für Rang zwei und 2.500 Euro für Rang drei. Hinzu kommen Sichtbarkeit über Bühne, Medien und Social Media sowie eine öffentliche Preisverleihung am 5. Juli 2026 im Rahmen der Feierlichkeiten zu 750 Jahren Ratingen.
Das Pitch Event findet bereits am 3. Juli statt, der Kickoff für die ausgewählten Teams am 15. April. Getragen wird das Projekt von einem wachsenden Netzwerk. Die Sparkasse Hilden-Ratingen-Velbert und D’Avoine Teubler & Neu als Hauptsponsoren, zudem weitere Unterstützer wie die Stadt Ratingen, ATN Rechtsanwälte und DKV Mobility tragen gemeinsam das Projekt dem Unser Ratingen als Media Partner zur Verfügung steht.
Schirmherr ist Bürgermeister Patrick Anders. Auch daran lässt sich ablesen, dass der Wettbewerb mehr sein will als ein Nischenprojekt für Start-ups. Er versteht sich als Signal, dass Unternehmergeist, Gründung und Innovation in Ratingen ausdrücklich erwünscht sind. Deshalb richtet sich der Aufruf nicht nur an fertige Gründerpersönlichkeiten. Mitmachen können ausdrücklich auch Einzelpersonen, Gruppen und Teams, die bislang vielleicht nur eine erste Skizze, eine Beobachtung aus dem Alltag oder eine praktische Lösung für ein echtes Problem haben. Der Ton des Projekts ist klar: Niemand muss schon alles wissen. Aber man sollte bereit sein, anzufangen. Und genau darin liegt die eigentliche Stärke dieses Formats. Es sucht nicht nur Gewinner, sondern Mitmacher. Menschen, die eine Idee nicht länger in der Schublade lassen wollen. Menschen, die Lust haben, mit anderen zu sprechen, Feedback anzunehmen und ihrer Vorstellung von einem Produkt, einem Service oder einem Unternehmen eine echte Chance zu geben. Wer also schon länger mit einem Gedanken spielt, sollte sich jetzt angesprochen fühlen. Ratingen sucht nicht nur Konzepte auf Papier, sondern Menschen mit Mut, Energie und dem Willen, etwas daraus zu machen.
Infos und Bewerbung: ifp-ratingen.de
