Ratingen | Die Bürger-Union fordert im Rahmen der Beratungen zum Doppelhaushalt 2026/2027 zusätzliche Stellen im Gebäude- und Grundstücksmanagement der Stadt. Ziel ist es, leerstehende städtische Wohnungen schneller zu sanieren, besser zu betreuen und wieder dem Wohnungsmarkt zur Verfügung zu stellen.
Konkret beantragt die Fraktion eine zusätzliche Stelle für Leerstandsmanagement, Sanierung und Hausmeistertätigkeiten. Darüber hinaus soll mindestens eine halbe weitere Stelle für die Vermietung und Betreuung städtischer Liegenschaften eingerichtet werden. Nach Angaben der Bürger-Union verfügt die Stadt über rund 115 Wohneinheiten. Ein Teil davon stehe leer, obwohl Wohnungen nach Sanierungen wieder vermietet werden könnten.
Die Fraktion verweist auf den angespannten Wohnungsmarkt in Ratingen und sieht es als problematisch an, wenn städtisches Eigentum nicht instand gesetzt und genutzt wird. Zugleich wird darauf hingewiesen, dass leerstehende oder nur eingeschränkt nutzbare Wohnungen für die Stadt auch finanzielle Nachteile bedeuten können. Als Beispiel nennt die Bürger-Union das Gebäude Poststraße 8 und 10, wo Balkonzugänge seit längerer Zeit gesperrt seien.
Zusätzlich sieht die Fraktion einen wachsenden Arbeitsaufwand bei der Betreuung städtischer Immobilien. In den vergangenen Jahren habe die Stadt weitere Liegenschaften übernommen, darunter Gebäude an der Gothaer Straße, der Minoritenstraße, am Blauen See sowie an der Düsseldorfer Straße. Diese Entwicklung müsse sich aus Sicht der Bürger-Union nun auch im Stellenplan widerspiegeln.

