Ratingen | Die Bürger-Union will die Sanierung maroder Gehwege in Ratingen stärker vorantreiben und hat zum Doppelhaushalt 2026/2027 zusätzliche Mittel von jeweils 100.000 Euro pro Jahr beantragt. Nach Auffassung der Fraktion besteht in vielen Bereichen des Stadtgebiets weiter erheblicher Handlungsbedarf.
Mit dem Vorstoß soll ein strukturiertes Programm zur Pflasterung und Sanierung von Gehwegen aufgelegt werden. Ziel ist es, die Verkehrssicherheit zu verbessern, Barrieren abzubauen und die städtische Infrastruktur dauerhaft in einem besseren Zustand zu halten. Aus Sicht der Bürger-Union sind sichere und gut begehbare Wege gerade für ältere Menschen, Familien mit Kinderwagen und mobilitätseingeschränkte Bürger unverzichtbar.
Fraktionschef Rainer Vogt wirbt deshalb für ein planbares und kontinuierliches Vorgehen statt einzelner punktueller Maßnahmen. Die Fraktion verweist zudem auf den Haushalt 2022/2023. Damals seien bereits zusätzliche Mittel für die Gehwegsanierung beschlossen worden, nach Kenntnis der Bürger-Union aber nur in vergleichsweise geringem Umfang tatsächlich abgeflossen.
Genau hier setzt der neue Antrag an. Ratsherr Robert Ellenbeck, Vorsitzender des Bau- und Vergabeausschusses, fordert, dass bereitgestellte Mittel künftig auch konsequent eingesetzt werden. Deshalb verbindet die Bürger-Union ihren Antrag mit der Forderung nach einem strukturierten Verfahren und einer jährlichen Berichterstattung im Bau- und Vergabeausschuss. So solle transparent nachvollziehbar werden, welche Maßnahmen beschlossen und welche tatsächlich umgesetzt wurden.
Aus Sicht der Fraktion geht es dabei nicht nur um aktuelle Schäden, sondern auch um langfristige Stadtpflege. Frühzeitige Sanierungen könnten verhindern, dass später deutlich teurere Grundinstandsetzungen nötig werden. Die Bürger-Union versteht ihren Antrag deshalb als Schritt hin zu einer systematischen und nachhaltigen Unterhaltung der Verkehrsflächen in Ratingen.

