Berlin (dpa) – Die Eisbären Berlin haben für den Angriff auf einen Fanbus der Kölner Haie Stadionverbote gegen 18 Anhänger ausgesprochen. Die Angehörigen einer Ultra-Gruppierung seien von der Polizei im Zusammenhang mit der Attacke eindeutig als Tatverdächtige identifiziert worden, teilte der deutsche Meister mit.
Die Verbote sind demnach bis Ende 2028 gültig und gelten für die Uber Arena, die Uber Eats Music Hall, den Uber Platz und das Sportforum Berlin. Die betreffenden Personen seien bereits am vergangenen Freitag beim fünften Halbfinale zwischen Berlin und Köln nicht mehr in der Arena gewesen. Am Montagabend gewannen die Eisbären die Serie und stehen wieder im Finale.
Bundesweite Stadionverbote werden nach Angaben der Berliner durch die Deutsche Eishockey Liga ausgesprochen. Die Eisbären hatten sich schon unmittelbar nach dem Angriff eindeutig distanziert und Konsequenzen angekündigt.
Mit Fahnenstangen und Glasflaschen
Der Reisebus mit den Fans der Rheinländer war nach dem Halbfinal-Spiel am 12. April nahe der Arena in Berlin-Friedrichshain attackiert worden. 20 bis 30 vermummte Angreifer stürmten auf die Straße und schlugen nach Angaben der Polizei mit Fahnenstangen, Fäusten und Glasflaschen auf den Bus ein.
Einige Täter aus der Menge der Berliner Fans öffneten demnach die unteren Gepäckfächer des Kölner Busses und stahlen Fanartikel wie Trommeln und Fahnen. Andere Angreifer drangen in den Bus ein und verletzten einen Fahrgast durch einen Flaschenwurf. Die Ermittlungen der Polizei dauern an. Die Eisbären wollen zu einem späteren Zeitpunkt mit den Beschuldigten sprechen.

