
Duisburg (dpa/lnw) – NRW bekommt eine weitere Waffenverbotszone: Künftig ist auf dem Hamborner Altmarkt in Duisburg das Mitführen von Messern, Schlagstöcken, Elektroschockern oder Pfefferspray untersagt. Die entsprechende Verordnung wurde jetzt im Gesetzesblatt des Landes veröffentlicht.
Der Hamborner Altmarkt gilt als Brennpunkt. 2022 war er durch eine Schießerei von Rockern und einer türkisch-libanesischen Großfamilie bundesweit in die Schlagzeilen geraten.
Duisburgs Polizeipräsident Alexander Dierselhuis sagte am Mittwoch: «Ob bei Gewalt- oder Eigentumsdelikten oder bei Personenkontrollen am Hamborner Altmarkt – häufig stellten die Einsatzkräfte Waffen, darunter auch Messer, fest. Neben der verstärkten Bestreifung des Bereiches, den Schwerpunktkontrollen, der strategischen Fahndung und auch der mobilen Videobeobachtung aus der Vergangenheit setzen wir nun ein weiteres Zeichen zur Bekämpfung der dortigen Strukturen.»
Verbotszone gilt jeden Tag und rund um die Uhr
Die Waffenverbotszone wird laut Verordnung jeden Tag und rund um die Uhr gelten. So ist es auch zum Beispiel am Wiener Platz in Köln. Andere Waffenverbotszonen an Partymeilen wie der Düsseldorfer Altstadt oder den Kölner Ringen sind nur an Wochenenden abends oder an Karneval in Kraft. Der genaue Starttermin in Duisburg steht noch nicht fest, laut Mitteilung der Polizei wird die kommende Woche angepeilt.
In NRW gibt es mit Duisburg dann in sieben Städten Waffenverbotszonen. Auch in Bielefeld, Bonn, Hamm und Münster wurden bereits entsprechende Bereiche eingeführt.
