Mehr als 20 Wohn- und Geschäftsräume in Hessen, Nordrhein-Westfalen, Berlin und Polen wurden von Einsatzkräften der Polizei durchsucht. (Symbolbild)
Mehr als 20 Wohn- und Geschäftsräume in Hessen, Nordrhein-Westfalen, Berlin und Polen wurden von Einsatzkräften der Polizei durchsucht. (Symbolbild) Foto: Daniel Karmann/dpa

Wiesbaden (dpa) – Im Kampf gegen eine internationale Geldwäscherbande hat die Polizei mehr als 20 Wohn- und Geschäftsräume in Hessen, Nordrhein-Westfalen, Berlin und in der Nähe der polnischen Hauptstadt Warschau durchsucht. Dabei wurden nach Angaben des hessischen Landeskriminalamtes Dutzende Datenträger, Wertgegenstände, Bargeld sowie drei hochwertige Fahrzeuge und sechs Luxusuhren sichergestellt. Der Gesamtwert wird auf über 1,2 Millionen Euro geschätzt. 


Zudem wurden Betäubungsmittel, darunter Haschisch und etwa 50 Kilogramm Cannabis sichergestellt. Aktuell werden die gesicherten Beweismittel ausgewertet.

Chinesen sollen Organisation kontrollieren

Die Aktion am Dienstag stand nach Angaben des Landeskriminalamtes im Zusammenhang mit einem seit 2024 laufenden Ermittlungsverfahren auf EU-Ebene gegen sechs Männer und drei Frauen wegen des Verdachts der Geldwäsche und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung. Den Beschuldigten wird vorgeworfen, mit Hilfe einer von Chinesen kontrollierten Organisation gewerbsmäßig Bargeldsummen im Millionenbereich über ein internationales Firmengeflecht verschoben und diese Gelder gewaschen zu haben.