Dekoration für den Muttertag in einem Blumengeschäft. (Symbolbild)
Dekoration für den Muttertag in einem Blumengeschäft. (Symbolbild) Foto: Boris Roessler/dpa

Düsseldorf (dpa/lnw) – Das farbenfrohe Fotomotiv ist heute nur fünf Stunden lang zu sehen: Ein großes Gesteck bestehend aus über 800 Blumen steht an einer zentralen Stelle in Düsseldorf. Allein die überdimensionale Vase ist bereits etwa zwei Meter hoch. Veranstalter ist der niederländische Zierpflanzenbau. 


Mit der fünfstündigen Werbeaktion will die Produzentenvereinigung ihre Produkte in Szene setzen. Zur Eröffnung (10.00 Uhr) wird die niederländische Konsulin Willemijn van der Toorn erwartet. Der Aufstellort an der Grünfläche des «Kö Bogen II» liegt an der viel besuchten Einkaufsmeile Schadowstraße. 

Was ist der Hintergrund?

Anlass der Aktion ist der bevorstehende Muttertag am 10. Mai, der für viele Blumenanbieter ein Höhepunkt im Geschäftsjahr ist. Nach einer Umfrage im Auftrag des Handelsverbandes Deutschland (HDE) unter rund 500 Menschen sind Blumen das mit Abstand das beliebteste Geschenk zum Muttertag. 

Knapp ein Drittel der Befragten hat demnach vor, ein Geschenk zum Muttertag zu kaufen. Dabei spielten etwa auch Lebensmittel oder andere Produkte eine Rolle. Der HDE geht in diesem Jahr von gut einer Milliarde Euro Gesamtausgaben zum Muttertag aus – etwas weniger als noch im Vorjahr. 

Wie ist der Muttertag entstanden?

Den Ursprung hat der Muttertag in den USA, damals ging es um Mütterrechte und Feminismus. Reeves Jarvis gilt als die Gründerin der Mütterbewegung. Sie organisierte 1865 einen Freundschaftstag als Netzwerk für Mütter. Ihre Tochter Anna Jarvis zelebrierte nach dem Tod der Mutter 1908 einen ersten Muttertag.

US-Präsident Woodrow Wilson führte den zweiten Sonntag im Mai 1914 als nationalen Ehrentag für Mütter ein. In Deutschland gab es den ersten Muttertag 1923. Statt feministischer Motive steckten dahinter kommerzielle Interessen – er wurde vom «Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber» initiiert.