Rund 600 Wildschweine wurden in NRW bisher positiv auf ASP getestet. (Symbolbild)
Rund 600 Wildschweine wurden in NRW bisher positiv auf ASP getestet. (Symbolbild) Foto: Federico Gambarini/dpa

Düsseldorf/Netphen (dpa/lnw) – Im Kreis Siegen-Wittgenstein ist außerhalb der Zone mit besonderen Schutzmaßnahmen der Kadaver eines Wildschweins gefunden worden, das mit der Afrikanischen Schweinepest infiziert war. Der Fundort bei Netphen-Grissenbach befinde sich außerhalb der sogenannten Sperrzone II, aber innerhalb der als Puffer dienenden Sperrzone I, teilte das nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerium mit.


Der Fundort liege fünf Kilometer von der Landesgrenze zu Hessen entfernt. Das infizierte Wildschwein sei rund zehn Kilometer von anderen positiven Funden im sogenannten Kerngebiet entdeckt worden. Das Friedrich-Loeffler-Institut, das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, habe den Verdachtsfall jetzt bestätigt. Bislang seien keine weiteren ASP-positiven Wildschweine in der Nähe des Kadavers gefunden worden. An der Fundstelle werde verstärkt nach weiteren verendeten Wildschweinen gesucht.

Damit sich die Seuche nicht weiter ausbreitet, gibt es in NRW eine Sperrzone II und um diese herum noch als Puffer eine weitere zehn Kilometer breite Sperrzone I.

Bisher 600 Tiere positiv getestet

Seit dem ersten Fund eines mit ASP infizierten Wildschweinkadavers bei Kirchhundem im Kreis Olpe im Juni 2025 wurden in NRW rund 600 Tiere positiv getestet – bislang alle in den Kreisen Olpe, Siegen-Wittgenstein und im Hochsauerlandkreis. Landesweit mehr als 45.000 Tiere wurden negativ getestet.

Für Menschen und andere Tiere ist das Virus ungefährlich. Für Haus- und Wildschweine verläuft eine Infektion jedoch fast immer tödlich. Ist ein Hausschwein erkrankt, muss in der Regel der gesamte Bestand getötet werden. Es drohen wirtschaftliche Einbußen und Handelsrestriktionen.