Bei der Brandbekämpfung in den Niederlanden kamen auch Feuerwehrleute aus NRW zum Einsatz.
Bei der Brandbekämpfung in den Niederlanden kamen auch Feuerwehrleute aus NRW zum Einsatz. Foto: Rob Engelaar/ANP/dpa

Bonn/Weert (dpa) – Die internationalen Löscharbeiten bei den großflächigen Vegetationsbränden in den Niederlanden stehen kurz vor dem Abschluss. Wie aus einer Mitteilung der Feuerwehr Bonn hervorgeht, konnten die Einsatzkräfte aus den Niederlanden, Frankreich und Deutschland die Brände westlich von Weert weitgehend eindämmen.


Der Einsatz des sogenannten EU-Waldbrandmoduls aus Nordrhein-Westfalen, einer spezialisierten Katastrophenschutzeinheit zur internationalen Waldbrandbekämpfung, soll noch am Samstagabend beendet werden.

Zuvor hätten die Feuerwehrkräfte auch am Freitagabend und in der Nacht weiter gegen zahlreiche Glutnester auf einer Fläche von rund 1 mal 1,5 Kilometern gekämpft, hieß es. Die Löscharbeiten gestalteten sich demnach aufgrund starker Winde und anhaltender Trockenheit schwierig, da sich Brandherde immer wieder entzündeten. Unterstützung hätten die Einsatzkräfte dabei auch von lokalen Landwirten erhalten, die mit Tankanhängern Löschwasser bereitstellten.

Deutsche Einsatzkräfte schulen Freiwillige Feuerwehr

Am Samstagmorgen wurden die Maßnahmen in enger Abstimmung mit den niederländischen und französischen Kräften fortgesetzt, wie die Feuerwehr Bonn weiter mitteilte. Dabei hätten die deutschen Einsatzkräfte örtliche Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in der effizienten Bekämpfung von Vegetationsbränden geschult.

Aufgrund eines angekündigten Wetterumschwungs mit Regen sowie der erreichten Fortschritte bei der Eindämmung der Brände werde der internationale Einsatz am Samstagabend beendet. Die weiteren Nachlöscharbeiten würden von lokalen Einheiten übernommen.

Die niederländische Feuerwehr hatte seit Mittwoch versucht, die Brände, die vor allem auf militärischen Übungsgeländen ausgebrochen waren, einzudämmen und dafür erstmals im Ausland um Hilfe beim Bekämpfen solcher Naturbrände gebeten. Menschen kamen bislang nicht zu Schaden und sind nach Angaben der Behörden auch nicht in Gefahr.