Der Verein Mensch zu Mensch hat einen Aktiv-Rollstuhl gekauft und übergeben. Hier im Bild Liudmyla Shpak mit Emil Brutski und Peter Klein von "Mensch zu Mensch". Foto: privat

Velbert/Wuppertal. Ein Rollstuhl ist weit mehr als nur ein Hilfsmittel – für Menschen mit schwerer Behinderung ist er das Tor zur Welt. Für eine junge Frau, die vor sechs Monaten vor dem russischen Angriffskrieg aus der Ukraine nach Velbert floh, war dieses Tor jedoch fast verschlossen. Ihr einziger Begleiter: ein ausrangiertes Modell, das nur noch durch großzügigen Einsatz von Klebeband zusammengehalten wurde.


Hier griff der Wuppertaler Verein „Mensch zu Mensch“ ein. Die humanitäre Hilfsorganisation, die bereits seit 1999 unermüdlich Hilfe für die Menschen in der Ukraine leistet, wurde auf das Schicksal der Frau aufmerksam, die zu 100 Prozent auf einen Aktiv-Rollstuhl angewiesen ist.

Ein neues Lebensgefühl am Wochenende

Am vergangenen Samstag, 2. Mai, fand die lang ersehnte Übergabe statt. Der Verein investierte in ein hochwertiges, neues Modell, das exakt auf die Bedürfnisse der schwerstbehinderten Ukrainerin zugeschnitten ist. Vereinsvorsitzender Peter Klein übergab das Gerät persönlich.

Seit über 25 Jahren engagiert sich der gemeinnützige Verein von Wuppertal aus für Notleidende. Während der Fokus oft auf Hilfstransporten und Projekten direkt in der Ukraine liegt, zeigt dieser Fall in Velbert, wie wichtig die Integration und Unterstützung derer ist, die hier Schutz gesucht haben.

Für die geflüchtete Frau endet damit eine Zeit der extremen Einschränkung. Dank des neuen Aktiv-Rollstuhls hat sie nun die Möglichkeit, sich wieder sicher und eigenständig in ihrem neuen Umfeld zu bewegen – ein Stück Würde und Autonomie in einer ohnehin schweren Zeit.

Hintergrund zum Verein:

Weitere Informationen über die Arbeit von Mensch zu Mensch e.V. sowie Spendenmöglichkeiten finden Interessierte auf der Webseite der Organisation unter www.MzMev.org.

Link zum Spendenkonto des Vereins: https://mzmev.org/jetzt-helfen/