Düsseldorf (dpa/lnw) – Ihre Vor- und Nachnamen fangen mit denselben Buchstaben an, und beide sind oder waren Gesundheitsminister. Doch da hören die Ähnlichkeiten zwischen dem amtierenden nordrhein-westfälischen Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) und dem früheren Bundesminister Karl Lauterbach (SPD) eigentlich schon auf.
Im NRW-Landtag aber verschmolzen Laumann und Lauterbach für wenige Sekunden zu einer Person – buchstäblich zu einem großen Koalitionskompromiss zweier unterschiedlicher Parteien. Denn der stellvertretende Landtagpräsident Christof Rasche erteilte «Minister Karl-Josef Lauterbach» das Wort.
Großes Gelächter im Plenarsaal. Und Laumann nahm die Steilvorlage gern auf. «Uns beiden zu verwechseln – also unterschiedlicher können eigentlich zwei Menschen gar nicht sein», schmunzelte er. Den Unterschied zum sehr schlanken Lauterbach machte der körperlich gewichtigere NRW-Politiker vor allem bildlich deutlich: «Der eine sieht aus, als ob er verhungert, und ich sehe aus, als sei ich schuld dran.»

