Seit einem Jahr verbindet das Charity-Projekt von Unser Ratingen lokale Berichterstattung mit konkreter Unterstützung für Vereine, Ehrenamt, soziale Einrichtungen und Stadtprojekte.
Ratingen | Eine Zeitung berichtet über das Leben in einer Stadt. Sie erzählt von Menschen, Vereinen, Initiativen, Kultur, Sport, Sorgen, Erfolgen und Ideen. Unser Ratingen wollte von Beginn an aber noch einen Schritt weitergehen. Nicht nur hinschauen. Nicht nur schreiben. Sondern dort, wo es möglich ist, auch etwas zurückgeben.
Seit einem Jahr läuft das Charity-Projekt von Unser Ratingen. Die Idee dahinter ist einfach und wirkungsvoll: Aus den Möglichkeiten, die rund um die Wochenzeitung entstehen, wird gezielt Unterstützung für lokale Projekte organisiert. Gefördert werden Initiativen, die Ratingen stärker, lebendiger, sozialer oder sichtbarer machen. Es geht nicht um anonyme Hilfe nach dem Gießkannenprinzip, sondern um konkrete Vorhaben mit erkennbarem Nutzen für die Stadtgesellschaft.
Inzwischen zeigt sich, wie breit dieses Engagement wirkt. Der Verein für Heimatkunde und Heimatpflege Ratingen e.V. erhielt 1.600 Euro für ein Projekt, das Stadtgeschichte jungen Menschen näherbringt. Damit wird Heimatpflege nicht museal, sondern lebendig und zugänglich.
Der Turn- und Sportverein 08 Lintorf e.V. wurde mit 1.800 Euro unterstützt. Sportvereine sind in den Stadtteilen weit mehr als Orte der Bewegung. Sie sind Treffpunkte, Integrationsräume und wichtige Begleiter für Kinder, Jugendliche und Familien.
An die Miteinander Freiwilligenbörse Ratingen e.V. gingen 2.000 Euro für das Ehrenamtsfest 2026. Damit wird jenen Menschen Wertschätzung entgegengebracht, die oft im Hintergrund wirken und doch das soziale Rückgrat der Stadt bilden.
Auch junge Ideen fanden Unterstützung. Der 20 e.V. Ratingen, bekannt durch den Living Room, erhielt 1.000 Euro für einen Start-up-Podcast. Damit wird Unternehmergeist hörbar gemacht und jungen Gründerinnen und Gründern eine Bühne gegeben.
Besonders unmittelbar wirkt die Förderung der AWO-Suppenküche Ratingen. Mit 1.500 Euro wurde ein Angebot unterstützt, das Menschen in schwierigen Lebenssituationen ganz praktisch hilft. Hier wird Charity zu warmer Mahlzeit, zu Begegnung, zu einem Stück Würde im Alltag.
Das nächste Projekt ist bereits in Planung: die Daumen-Initiative von Fred Pradella. Bis zum 30. Juni 2026 sollen hierfür 2.500 Euro übergeben werden. Pradella möchte das Ratinger Stadtjubiläum mit kleinen und großen Daumen als sichtbare Zeichen von Zuversicht, Zusammenhalt und Identifikation begleiten. Eine Idee, die zur Dumeklemmerstadt passt und im besten Fall über das Jubiläumsjahr hinaus im Stadtbild bleibt.
So sind bereits 7.900 Euro geflossen, mit der geplanten Unterstützung der Daumen-Initiative wächst die Summe auf 10.400 Euro. Entscheidend ist aber nicht allein der Betrag. Entscheidend ist, was daraus entsteht: Bewegung, Erinnerung, Ehrenamt, Hilfe, Kultur, Sichtbarkeit und Gemeinschaft.

