Mehr Menschen zieht es aus Nordrhein-Westfalen ins Ausland, viel weniger als in früheren Jahren kommen ins Land. (Symbolbild)
Mehr Menschen zieht es aus Nordrhein-Westfalen ins Ausland, viel weniger als in früheren Jahren kommen ins Land. (Symbolbild) Foto: Oliver Berg/dpa

Düsseldorf (dpa/lnw) – Die Zahl der Menschen, die aus Nordrhein-Westfalen ins Ausland ziehen, hat im vergangenen Jahr mit rund 264.000 Personen den zweithöchsten Wert seit 1949 erreicht. Wie das Statistische Landesamt in Düsseldorf mitteilte, stieg die Zahl der Fortzüge aus NRW ins Ausland damit im fünften Jahr in Folge an.


Per saldo zogen zwar noch rund 27.000 Menschen mehr nach NRW als fort, allerdings war dies der niedrigste Wert seit 2010. Ein Grund für die gesunkene Nettozuwanderung aus dem Ausland sei die rückläufige Zuzugszahl bei gleichzeitig fortgesetztem Anstieg der Fortzugszahl, erklärte IT.NRW. Das entspreche auch dem Bundestrend.

In NRW sank die Zahl der Zuzüge aus dem Ausland bereits das dritte Jahr in Folge und betrug 2025 rund 291.000. Die größten Wanderungsgewinne gab es aus der Ukraine (+10.513), der Türkei (+7.550), Syrien (+6.683), Indien (+5.622) und Afghanistan (+2.755). Ein Jahr zuvor lagen die Werte deutlich höher – allein aus der Ukraine und Syrien etwa um das Dreifache.