Abstraktes Ratingen, Bild: Alexander Heinz
Abstraktes Ratingen, Bild: Alexander Heinz

Ratingen | Drei Tage lang bekommt die Kunst in Ratingen einen eigenen Raum, einen eigenen Rhythmus und ihre eigene Bühne. Vom 5. bis 7. Juni 2026 lädt der Kunstverein Ratingen e.V. zu den 4. Ratinger Kunsttagen in die Stadthalle ein. Dort, wo sonst Sitzreihen, Stadtgeplänkel und Veranstaltungen den Ton angeben, übernehmen für ein Wochenende Farben, Formen, Linien, Gedanken und künstlerische Handschriften.


Die Ratinger Kunsttage sind dabei mehr als eine Ausstellung. Sie sind ein Schaufenster in die lebendige kreative Szene der Stadt. Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler präsentieren ihre Arbeiten, darunter Petra Baierl, Susanne Bons, Helmut Brinkmann, Monika Bürger, Tina Carstens, Carla Cramer-Behrendt, Beate Döring, Anita Esper, Alina Fenn, Gabi Funck, Gabriele E. Funk, Gosia Heimowski, Christine Hein, Gaby Hermann, Hannelore Kicken, Eleonore Kockerscheidt, Werner und Jutta Köhler, Pauline Kugler, Elfi Lütcke, Nicole Malcherowitz, Martina Neumayer, Christina Neumann, Nikolaus Nowak, Sabine Plum, Joanna Rzepkowska, Alejandro Solorzano, Ursula Stüwe-Schmitz, Norbert Thomann, Angela Traumann und Jasmin Troschke. Schon diese Namensliste zeigt: Hier wird nicht nur eine Stilrichtung gezeigt, sondern ein breites Spektrum künstlerischer Positionen.

Eröffnet werden die Kunsttage am Freitag, 5. Juni, um 19 Uhr mit der Vernissage. Am Samstag, 6. Juni, folgt um 15 Uhr eine Lesung als literarisch-musikalisches Erlebnis. Den Abschluss bildet am Sonntag, 7. Juni, um 12 Uhr eine Matinee mit einer Aufführung des Kleinen Theater Nebenan. Damit verbinden die Kunsttage Bildende Kunst, Literatur, Musik und Theater zu einem kleinen aber beachtenswerten Kulturfestival mitten in Ratingen.

Geöffnet ist die Ausstellung am Freitag von 14 bis 19 Uhr, am Samstag von 11 bis 18 Uhr und am Sonntag von 11 bis 17 Uhr. Wer kommt, sollte auf jeden Fall Zeit mitbringen. Denn Kunst erschließt sich nur ganz selten im Vorübergehen. Sie braucht den zweiten Blick, das Innehalten, manchmal auch den Mut, sich von einem Bild irritieren, berühren oder überraschen zu lassen.

Darin liegt immer wieder der Reiz der Ratinger Kunsttage. Sie zeigen, dass Kultur nicht nur auf großen Bühnen entsteht oder in Museen dargestellt werden muss, sondern auch in Ateliers, Werkstätten, privaten Arbeitsräumen und in der stillen Auseinandersetzung einzelner Künstlerinnen und Künstler mit ihrer und unserer Welt. In der Stadthalle werden diese vielen einzelnen Stimmen für ein Wochenende hörbar und sichtbar. Ratingen darf schauen, staunen und hoffentlich wieder ins Gespräch kommen.