Desiree im Kreise des FC Bayern-Fanclubs und ihrer Familie vor der Allianz-Arena in München. Foto: privat
Desiree im Kreise des FC Bayern-Fanclubs und ihrer Familie vor der Allianz-Arena in München. Foto: privat

Velbert. Für Désirée Ciula ging Anfang Mai ein großer Traum in Erfüllung: Einmal den FC Bayern München live in der Allianz Arena erleben. Möglich gemacht hat dies der FC Bayern Fanclub „Freundeskreis Schloßstadt Velbert“.


Die 37-Jährige leidet seit ihrer Geburt an einem Gendefekt und ist auf ein Beatmungsgerät sowie einen Spezialrollstuhl angewiesen. Ihre Begeisterung für den FC Bayern begleitet sie jedoch schon ihr ganzes Leben. Ihr Zimmer ist voller Erinnerungsstücke und Fanartikel des Rekordmeisters.

Durch Spenden der Fanclub-Mitglieder sowie eine Sammlung beim Neujahrsempfang des Freundeskreises mit Bayern-Torwart Jonas Urbig konnte die Reise nach München organisiert werden. Gemeinsam mit Teilen ihrer Familie machte sich Désirée Anfang Mai auf den Weg in die bayerische Landeshauptstadt.

„Es hat alles super geklappt“, berichtet Mutter Laura dankbar. „Die großen Vorbereitungen, das Packen, die Fahrt mit einem Zwischenstopp in Würzburg und auch die Unterkunft in unmittelbarer Nähe zur Allianz Arena – alles war perfekt organisiert.“

Der Höhepunkt folgte am Samstag, 2. Mai. Beim Besuch des Bundesliga-Spiels gegen Heidenheim erlebte Désirée die besondere Atmosphäre der Allianz Arena hautnah im Rollstuhlfahrerbereich des Stadions. „Ihre Emotionen waren auf Hochtouren“, erzählt die Mutter. Nach dem Spiel sei Désirée zwar völlig erschöpft gewesen, zugleich aber überglücklich.

Besonders bewegt zeigte sich die Familie von der großen Unterstützung aus dem Freundeskreis sowie von Angehörigen aus Velbert, Wuppertal und sogar Sizilien.

Für den Freundeskreis Schloßstadt Velbert war die Aktion eine Herzensangelegenheit. „Es sind genau diese Momente, die zeigen, dass Fußball Menschen verbinden und Träume wahr werden lassen kann“, heißt es aus dem Umfeld des Fanclubs.

Zurück bleiben zahlreiche Fotos, unvergessliche Erinnerungen – und ein Lebenstraum in Rot und Weiß, der Wirklichkeit wurde.