Ratingen | Es gibt Vorträge, die man höflich applaudiert, und solche, die noch auf dem Nachhausweg nachwirken. Der Auftritt von Boris Hedde, Geschäftsführer des IFH Köln, bei der Mitgliederversammlung von Aktiv für Ratingen gehörte erkennbar zur zweiten Kategorie.
Schon der Titel – „Kopf nach oben und Innenstadt reloaded!” – machte klar, dass es an diesem Abend nicht um Untergangsszenarien gehen würde. Hedde, der am IFH Köln seit Jahren untersucht, warum Menschen Innenstädte besuchen, was sie dort erwarten und woran es liegt, dass manche Zentren als lebendig und attraktiv wahrgenommen werden, während andere still vor sich hindämmern, hat eine Kernerkenntnis mitgebracht, die so schlicht wie unbequem ist: Die Innenstadt ist schon lange nicht mehr nur Einkaufsort. Sie ist Treffpunkt, Aufenthaltsraum, Kulturfläche, Gastronomiemeile und Visitenkarte einer Stadt in einem – und wer sie nur als Handelsstandort denkt, hat das Spiel bereits verloren.
Was daraus folgt, ist eine Absage an das Denken in getrennten Zuständigkeiten. Ein Verkehrskonzept hier, ein Einzelhandelskonzept dort, dazu Veranstaltungen, Leerstandsmanagement und Stadtgestaltung als voneinander losgelöste Bausteine – das reiche nicht mehr aus, so Hedde. Gefragt sei stattdessen ein klares Gesamtbild davon, wofür eine Innenstadt stehen soll und welche Rolle sie für die Menschen tatsächlich spielt. Und dieses Bild, das war die zweite Botschaft des Abends, müsse auf Daten beruhen: auf konkreten Erkenntnissen über Besucherströme, Aufenthaltsdauer, Erwartungen und Schwachstellen – nicht auf Bauchgefühl.
Besonders aufmerksam wurde das Thema Leerstand verfolgt. Leere Ladenlokale, so Hedde, sind mehr als ein optisches Problem. Sie verändern die Stimmung, schwächen Nachbarlagen und können ganze Straßenzüge lähmen. Die Antwort darauf könne nur sein, Eigentümer, Handel, Gastronomie, Verwaltung, Kultur und Stadtgesellschaft gemeinsam an einen Tisch zu bringen – ein Satz, der im Saal des Ratinger Stadions an diesem Abend auf besonders fruchtbaren Boden fiel.
Für Ratingen bot der Vortrag reichlich Stoff. Die eigene Innenstadt weiterzudenken, mit klarem Blick nach vorn und dem Mut, eingefahrene Denkmuster zu verlassen – das war die Einladung, die Hedde hinterließ. Ob und wie sie angenommen wird, wird sich zeigen.
Schon der Titel – „Kopf nach oben und Innenstadt reloaded!” – machte klar, dass es an diesem Abend nicht um Untergangsszenarien gehen würde. Hedde, der am IFH Köln seit Jahren untersucht, warum Menschen Innenstädte besuchen, was sie dort erwarten und woran es liegt, dass manche Zentren als lebendig und attraktiv wahrgenommen werden, während andere still vor sich hindämmern, hat eine Kernerkenntnis mitgebracht, die so schlicht wie unbequem ist: Die Innenstadt ist schon lange nicht mehr nur Einkaufsort. Sie ist Treffpunkt, Aufenthaltsraum, Kulturfläche, Gastronomiemeile und Visitenkarte einer Stadt in einem – und wer sie nur als Handelsstandort denkt, hat das Spiel bereits verloren.
Was daraus folgt, ist eine Absage an das Denken in getrennten Zuständigkeiten. Ein Verkehrskonzept hier, ein Einzelhandelskonzept dort, dazu Veranstaltungen, Leerstandsmanagement und Stadtgestaltung als voneinander losgelöste Bausteine – das reiche nicht mehr aus, so Hedde. Gefragt sei stattdessen ein klares Gesamtbild davon, wofür eine Innenstadt stehen soll und welche Rolle sie für die Menschen tatsächlich spielt. Und dieses Bild, das war die zweite Botschaft des Abends, müsse auf Daten beruhen: auf konkreten Erkenntnissen über Besucherströme, Aufenthaltsdauer, Erwartungen und Schwachstellen – nicht auf Bauchgefühl.
Besonders aufmerksam wurde das Thema Leerstand verfolgt. Leere Ladenlokale, so Hedde, sind mehr als ein optisches Problem. Sie verändern die Stimmung, schwächen Nachbarlagen und können ganze Straßenzüge lähmen. Die Antwort darauf könne nur sein, Eigentümer, Handel, Gastronomie, Verwaltung, Kultur und Stadtgesellschaft gemeinsam an einen Tisch zu bringen – ein Satz, der im Saal des Ratinger Stadions an diesem Abend auf besonders fruchtbaren Boden fiel.
Für Ratingen bot der Vortrag reichlich Stoff. Die eigene Innenstadt weiterzudenken, mit klarem Blick nach vorn und dem Mut, eingefahrene Denkmuster zu verlassen – das war die Einladung, die Hedde hinterließ. Ob und wie sie angenommen wird, wird sich zeigen.

