Zeugen haben Foto- und Videoaufnahmen an die Polizei geschickt. Sie werden ausgewertet. (Archivbild von Samstag)
Zeugen haben Foto- und Videoaufnahmen an die Polizei geschickt. Sie werden ausgewertet. (Archivbild von Samstag) Foto: Berthold Stamm/dpa

Olpe (dpa) – Nach dem Absturz eines Segelflugzeugs auf die Autobahn 45 in der Nähe von Olpe sind bei der Polizei zahlreiche Videos und Fotos des Unglücks eingegangen, die Zeugen gemacht haben. Sie würden aktuell ausgewertet, sagte ein Sprecher am Montag. Von dem Bildmaterial erhoffen sich die Ermittler wichtige Hinweise auf die Unfallursache. Zeuginnen und Zeugen werden weiterhin gebeten, Aufnahmen in einem Hinweisportal der Polizei hochzuladen. 


Pilot des Segelflugzeugs kam bei Absturz ums Leben

Bei dem Absturz am Samstagmittag war der 56-jährige Pilot des Flugzeugs ums Leben gekommen; ein weiterer 49 Jahre alter Insasse erlitt schwere Verletzungen. Die Ermittlungen zur Ursache des Absturzes werden von der Olper Polizei sowie den Luftfahrtbehörden geführt.

Das Segelflugzeug war den Angaben nach vom direkt neben der Autobahn liegenden Flugplatz Hünsborn gestartet und dann auf Höhe des Parkplatzes Löffelberg auf die A45 in Fahrtrichtung Frankfurt gestürzt. Der Absturzort ist knapp einen Kilometer vom Flugplatz entfernt. Dabei sei ein Auto beschädigt worden.

Das Segelflugzeug sei bei dem Start wie üblich von einem Motorflugzeug in die Höhe gezogen worden. Nach dem Abkoppeln des Zugseils sei es zum Absturz gekommen. Die Ermittlungen der Polizei Olpe und der Luftfahrtbehörden zur Ursache des Absturzes dauerten auch am Pfingstmontag noch an. 

Die Autobahn war über Stunden in beide Fahrtrichtungen gesperrt worden. Erst in den Abendstunden wurde die Sperrung aufgehoben. Die Autobahn 45 von Frankfurt nach Dortmund ist eine wichtige Nord-Süd-Verbindung in Deutschland. Vor dem Absturz des Flugzeugs waren dort aufgrund der Pfingstfeiertage viele Autofahrerinnen und Autofahrer aus verschiedenen Bundesländern unterwegs.