Für das Stadtjubiläum geschmückter Eingang der Lebenshilfe auf der Werdener Str. in Ratingen, Bild: Alexander Heinz

Ratingen | Wenn die Lebenshilfe an der Werdener Straße feiert, geht es um mehr als Kaffee, Kuchen und gute Gespräche. Dann öffnet sich ein Ort, an dem im Alltag viel von dem geschieht, was eine Stadt menschlich macht: Begleitung, Unterstützung, Begegnung und ein selbstverständliches Miteinander.


Am Freitag, 29. Mai, lädt die Lebenshilfe Kreisvereinigung Mettmann ab 15 Uhr zum Sommerfest in das Wohnhaus an der Werdener Straße 4 ein. Im Jubiläumsjahr der Stadt steht der Nachmittag unter dem Gedanken „Gemeinsam feiern, gemeinsam gestalten – 750 Jahre Ratingen“. Damit passt das Fest besonders gut in eine Zeit, in der viel über Stadtgeschichte, Identität und Zusammenhalt gesprochen wird. Denn eine Stadt besteht nicht nur aus Mauern, Türmen und Traditionen, sondern vor allem aus den Menschen, die in ihr leben.

Besucherinnen und Besucher erwartet ein bunter Nachmittag mit Aktionen rund um das Stadtjubiläum, Essen, Getränken und vielen Gelegenheiten zum Gespräch. Salat- und Kuchenspenden sind willkommen. Vor allem aber bietet das Fest die Möglichkeit, die Arbeit der Lebenshilfe näher kennenzulernen. Das Wohnhaus und die Frühförderung gehören zu den Ratinger Bereichen, die sich vorstellen und zeigen, wie vielfältig Unterstützung im Alltag aussehen kann.

Besonders sichtbar wird dieser Gedanke schon am Eingang. Dort hat die Lebenshilfe ein eigenes Tor gestaltet, angelehnt an ein historisches Tor zum 650-jährigen Stadtjubiläum. Im Jahr des 750. Geburtstags wird daraus ein starkes Zeichen: Inklusion ist kein Randthema, sondern gehört mitten hinein in diese Stadt. Das Tor steht für Offenheit, Teilhabe und die Einladung, nicht nebeneinanderher, sondern miteinander zu leben.

Dass das Sommerfest an der Werdener Straße eine besondere Atmosphäre hat, zeigte sich schon in den vergangenen Jahren. Rund 100 Gäste kamen zuletzt zusammen, Mitarbeitende, Bewohnerinnen und Bewohner, Angehörige, Freunde, Nachbarn und Interessierte. Es wurde gegessen, gelacht, erzählt und gefeiert. Genau diese Mischung macht den Reiz des Festes aus: Es ist unkompliziert, herzlich und nahbar.

Wer am 29. Mai vorbeikommt, besucht also nicht nur eine Veranstaltung. Er bekommt einen Einblick in einen wichtigen Teil des sozialen Lebens in Ratingen. Und vielleicht verlässt man das Fest mit einem besseren Verständnis dafür, wie wertvoll Orte sind, an denen Menschen angenommen, begleitet und ernst genommen werden.