Ratingen | Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Herbst bringt das Kleine Theater Nebenan Arthur Millers Klassiker „Tod eines Handlungsreisenden“ erneut auf die Bühne. Die Inszenierung ist im Juni und Juli wieder im Evangelischen Gemeindezentrum Ratingen-Hösel zu sehen.
Unter der Regie von Heike Beutel, die beim Kleinen Theater Nebenan bereits mit „Die Wunderübung“ überzeugte, setzt die Bearbeitung auf eine emotionale und dramaturgische Verdichtung. Im Mittelpunkt stehen die Kernfiguren der Familie Loman und ihre Konflikte. Dadurch entsteht ein intensiver Theaterabend, der die große gesellschaftliche Tragödie auf das Private zurückführt und gerade dadurch erschreckend aktuell wirkt.
Arthur Millers Stück erzählt vom alternden Handlungsreisenden Willy Loman, der immer stärker an der Kluft zwischen seinem Traum vom Erfolg und der Realität seines Lebens zerbricht. Verzweifelt versucht er, Anerkennung für sich und seine Söhne zu erzwingen. Doch seine Illusionen, seine Erwartungen und der Druck einer Gesellschaft, die Wert fast ausschließlich über Erfolg definiert, führen ihn immer tiefer in den Zusammenbruch.
„Tod eines Handlungsreisenden“ gilt als einer der großen Klassiker der modernen Dramatik und als scharfe Kritik am Mythos des amerikanischen Traums. In Zeiten gesellschaftlicher Verunsicherung, wachsender Zukunftsängste und zunehmender sozialer Brüche gewinnt das Stück neue Aktualität.
Auf der Bühne stehen Katharina Waldau, Michael Schäfer, Lukas Thier und Katrin Kahlen. Die Bühne gestaltet Michel G. Peter. Die Aufführung dauert rund 100 Minuten inklusive Pause.
Gespielt wird am Samstag, 6. Juni, um 19.30 Uhr, Sonntag, 7. Juni, um 18 Uhr, Freitag, 3. Juli, um 19.30 Uhr, Samstag, 4. Juli, um 19.30 Uhr, sowie Sonntag, 5. Juli, um 18 Uhr. Aufführungsort ist das Evangelische Gemeindezentrum Ratingen-Hösel, Bahnhofstraße 175. Karten gibt es online, telefonisch unter 02102 / 14 717 44 oder an der Abendkasse.

