Die Stadtverwaltung informiert. Foto: Mathias Kehren
Die Stadtverwaltung informiert. Foto: Mathias Kehren

Velbert. Die Stadtverwaltung hat einen sofortigen Einstellungsstopp verhängt. Vakante Stellen werden nun nur noch in “begründeten Ausnahmefällen” neu besetzt. Das berichtet die Verwaltung. Grund ist die stark defizitäre Haushaltslage. 


Um den städtischen Haushalt für das Jahr 2026 zu entlasten, gilt bei der Stadt Velbert seit dem 15. Mai eine neue verbindliche Regelung für freiwerdende Stellen. Vakante Positionen werden nicht mehr automatisch nachbesetzt. Jede freiwerdende Stelle wird zunächst gesperrt. Eine Nachbesetzung ist nur in begründeten Ausnahmefällen möglich.

Ausgenommen von der Regelung sind nach Verwaltungsangaben unter anderem Auszubildende und dual Studierende, die ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben, Praktikanten und Beschäftigte des Sozial- und Erziehungsdienstes in Kindertagesstätten, Kinderheim und Jugendhilfedienst.

Die Kommune steht angesichts rückläufiger Einnahmen und gleichzeitig steigender Ausgaben vor erheblichen finanziellen Herausforderungen, heißt es zur Begründung. Deshalb habe die Stadt Velbert entschieden, die sogenannte „Wiedereinstellungssperre“ kurzfristig umzusetzen. Die Personalkosten machen einen erheblichen Anteil am Gesamtetat ausmachen. Der Rat wird am 2. Juni darüber informiert.

Auf die Servicezeiten der einzelnen Bereiche wird diese Maßnahme planmäßig keine Auswirkungen haben, informiert die Stadt. Nicht auszuschließen sei jedoch eine “längere Bearbeitungszeit der Bürgerbelange”.