Nicht nur Edel-Fans warten auf die WM. Hier im Ratinger Stadion am 31.5.26, Bild: Alexander Heinz
Nicht nur Edel-Fans warten auf die WM. Hier im Ratinger Stadion am 31.5.26, Bild: Alexander Heinz

Ratingen | Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 rückt näher – und auch Ratingen will dabei sein. Auf dem Marktplatz soll gemeinsam geguckt, gejubelt und gelitten werden. Der deutsche Auftakt gegen Curaçao am Sonntag, 14. Juni, um 19 Uhr ist zumindest schon mal terminiert. Die Ratingen Marketing GmbH kündigt auf ihrer Internetseite an: Public Viewing auf dem Marktplatz ab 18 Uhr. Gut so.


Nur: Dabei bleibt es bislang auch. Wie groß wird die Videowand? Welche Spiele werden gezeigt – nur der Auftakt oder auch weitere Partien? Gibt es Bewirtung, Einlassregeln, Sicherheitskonzept, Rahmenprogramm? Fragen, die nicht nebensächlich sind. Denn die WM 2026 findet in den USA, Kanada und Mexiko statt, viele Spiele laufen wegen der Zeitverschiebung spät abends oder nachts. Der Bund hat zwar eine Lärmschutz-Ausnahme ermöglicht, die Public Viewing über 22 Uhr hinaus erlaubt – einen Automatismus gibt es dadurch aber nicht. Die konkrete Entscheidung liegt vor Ort.

Während andere Städte und private Veranstalter längst mit konkreten Angeboten, Zeiten und Abläufen werben, hält sich Ratingen noch bedeckt. Das muss kein Zeichen schlechter Planung sein. Es ist aber ein Zeichen fehlender Kommunikation – und die Fans warten auf Antworten.

Der Marktplatz als Treffpunkt, wenn Deutschland in die WM startet: Die Idee ist gut. Jetzt braucht sie ein erkennbares Gesicht. Vorfreude braucht nicht nur Fußball. Sie braucht auch einen Ort, eine Uhrzeit und ein bisschen Klarheit.