
Ein Kommentar von Martin Wachhold.
Das war er also. Der letzte Test, bevor die Mannschaft über den großen Teich zur WM fliegt. Welche Schlüsse kann man nach dem 4:0 gegen Finnland ziehen?
Meine Antwort: Wenig bis keine. Oder noch kürzer. Es hätte schlimmer kommen können. Gegen einen Gegner, der sich stets bemühte. Zu mehr reichte es bei den Finnen nicht. In einem Staffelrennen im Langlauf wären unsere Athleten vermutlich genauso überfordert, wie die Finnen am Samstag beim Fußball. Gleichwohl war von der zehnten Minute bis zur Führung (34.) eine Menge Sand im Getriebe. Davon, dass die Nordlichter an die Wand gespielt wurden, konnte keine Rede sein. Die Führung resultierte dann auch nach einem schnell ausgeführten Eckstoß. Ob Dennis Undav bei der WM – sofern er spielt – nochmal so frei zu einem Kopfball kommen wird, darf mehr als nur bezweifelt werden.
Im zweiten Durchgang reichten dann starke 15 Minuten, um für klare Verhältnisse zu sorgen. Gegen einen Gegner, der bei Zweikämpfen die letzte Konsequenz vermissen ließ und die Torschützen nur höflich begleitete. Nach dem 4:0 ging es nur noch darum, die Partie unverletzt zu Ende zu bringen. Über die Belastbarkeit der Abwehr waren – wie erwartet – keine Aufschlüsse möglich daran sollte sich auch in dem Testspiel gegen die USA und zum WM-Auftakt gegen Curacao nichts ändern.
