Velbert. Die Kantorei Velbert unter der Leitung von Kantor Frank Schreiber lädt am Sonntag, 5. Juli, um 19 Uhr in die Christuskirche Velbert ein. Präsentiert wird Gioachino Rossinis „Petite messe solennelle“.
Das Stück deckt ein weites Spektrum ab: von traditionellen kirchenmusikalischen Klängen über opernhafte Akzente bis hin zu solistischen Einlagen von Klavier und Harmonium. Ungewöhnlich ist dabei die minimalistische instrumentale Begleitung des Chores: Statt eines Orchesters kommen nur Klavier und Harmonium zum Einsatz.
Das von ernsten und heiteren Chorpartien geprägte Werk wird durch vielfältige solistische Einlagen ergänzt. Hierfür konnte die Kantorei Velbert die hochkarätigen Solisten Nino Jachvadze (Sopran), Judith Gennrich (Alt), Youn-Seong Shim (Tenor) und Valentin Ruckebier (Bass) gewinnen. Instrumental wird das Werk von Maryna Semko (Klavier) und Gijs Burger (Harmonium) begleitet.
Karten für die Aufführung am 5. Juli 2026 um 19 Uhr in der Christuskirche Velbert sind im Vorverkauf für 18 Euro (Abendkasse 20 Euro, ermäßigt 10 Euro) bei den Sängerinnen und Sängern der Kantorei Velbert sowie im Velberter Ticketshop im Foyer des Schloss- und Beschlägemuseums am Heinz-Schemken-Platz erhältlich.
„Musique sacrée“ oder „sacrée musique“?
Im Jahr 1863, im Alter von 71 Jahren und Jahrzehnte nach seiner letzten Oper, komponierte Rossini seine „Petite messe solennelle“. Das Wort „petite“ (klein) wirkt dabei mit einer Aufführungsdauer von rund 90 Minuten fast schon ironisch.
Mit ebendieser Ironie begegnete Rossini auch seinem Werk, indem er sich selbst die Frage stellte, ob er nun „musique sacrée“ (heilige Musik) oder „sacrée musique“ (in diesem Kontext etwa: „verdammte Musik“) geschaffen habe.


