Velbert/Heiligenhaus. Er macht es noch einmal: Der Lions Club Velbert/Heiligenhaus hat Martin Bürgener erneut zu seinem Präsidenten ernannt. Bei der Amtsübergabe, zu der Bürgener die Mitglieder in seinen privaten Garten eingeladen hatte, zeigte er sich gelassen: „Beim ersten Mal war ich noch aufgeregt, jetzt ist alles Routine“, scherzte er.
Das hochsommerliche Wetter hielt viele „Löwinnen und Löwen“ nicht davon ab, mit dem Fahrrad anzureisen, um gemeinsam auf die neue Amtszeit anzustoßen. In der über 65-jährigen Geschichte des Clubs ist Bürgener der erste Präsident, der das Amt ein zweites Mal bekleidet. Den Grund dafür nannte er an diesem Abend mehrfach: Seine erste Präsidentschaft fiel mitten in die Corona-Zeit. „Kein schlechtes Jahr“, erinnert sich der Velberter, der auch die teils ausgedehnten Videokonferenzen in positiver Erinnerung behalten hat, da sie den Zusammenhalt stärkten. Dennoch konnten durch Abstandsregeln und Kontaktverbote kaum Aktivitäten wie geplant umgesetzt werden. Dies möchte er in seinem neuen Amtsjahr nun nachholen.
Gemeinschaft und Innovation im Fokus
Der Zusammenhalt innerhalb des Clubs ist Bürgener, der den Lions seit 15 Jahren angehört, ein zentrales Anliegen: „Lions bedeutet für mich Freundschaft, Gemeinschaft und die Möglichkeit, gemeinsam etwas zu bewegen. Ich habe Menschen kennengelernt, denen ich ohne die Lions vermutlich nie begegnet wäre – genau diese Begegnungen machen unseren Club für mich besonders aus.“
Um die Gemeinschaft zu stärken, sollen unter anderem die Treffen mit befreundeten Nachbarclubs wieder aufleben. So ist für die traditionelle Zusammenkunft mit dem Lions Club Mettmann/Wülfrath bereits ein gemeinsamer Abend mit dem früheren Verfassungsschutzpräsidenten Thomas Haldenwang geplant.
Gleichzeitig will Bürgener die Weichen für die Zukunft stellen. Im Fokus steht die Frage, wie neue Mitglieder gewonnen werden können und welche Erwartungen junge Menschen an den Club haben. Dabei soll geklärt werden, wo Traditionen bewahrt werden und wo der Club mutig neue Wege gehen kann. Antworten dazu erhofft sich Bürgener von dem Arbeitskreis „Innovation“, den er bereits während seiner ersten Amtszeit ins Leben gerufen hatte.
Bewährte Projekte und neue Pläne
Erfolgreiche Aktivitäten des Clubs werden fortgesetzt. Dazu gehört der Lions-Adventskalender, der jährlich rund um Weihnachten verkauft wird und das Friedensdorf Oberhausen regelmäßig mit etwa 30.000 Euro unterstützt. In diesem Jahr haben sich Bürgener und das Clubmitglied Michael Balka zudem erstmals um eine Hütte auf dem Velberter Weihnachtsmarkt beworben. Sollte das Losglück den Lions hold sein, können sich Besucher dort auf den neuen Adventskalender freuen. Zudem sollen Lions-Punsch, Leo-Trunk und Leberkäse mit Senf das Herz für den guten Zweck erwärmen.
Bereits am 6. September steht zudem die „Lions-Ruhr-Rallye“ an. Die Tour für Besitzer klassischer Oldtimer führt diesmal durch das Oberbergische Land. Die dabei gesammelten Startgelder und Spenden gehen an die Initiative „Bulldogs for Kids“, die Familien mit schwer kranken Kindern unterstützt. In der Vergangenheit konnten bei der Rallye jeweils zwischen 15.000 und 20.000 Euro generiert werden.
Ein motivierter Präsident und ein engagierter Club – man darf gespannt sein, welche Projekte in den kommenden Monaten auf die Beine gestellt werden.


