
Essen (dpa/lnw) – Drei Jahre nach Bekanntwerden von Missbrauchsvorwürfen gegen den früheren Essener Kardinal Franz Hengsbach (1910-1991) sollen heute (11.00) erste Zwischenergebnisse einer Untersuchung dazu vorgestellt werden. Diese Untersuchung wird von drei Instituten ausgeführt, dem Institut für Praxisforschung und Projektberatung (IPP) in München, Dissens – Institut für Bildung und Forschung in Berlin und der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (FZH).
2023 hatte das Bistum Essen mitgeteilt, es bestehe der gravierende Verdacht, dass Hengsbach in seiner Zeit als Weihbischof in Paderborn in den 1950er Jahren eine 16-Jährige sexuell missbraucht habe. Außerdem beschuldigt eine Frau Hengsbach eines weiteren Übergriffs im Jahr 1967 in seiner Essener Zeit als Bischof. Hengsbach war der Gründer des Ruhrbistums Essen und genoss weit über die Kirche hinaus hohes Ansehen.
