Mehrere Senioren kamen ins Krankenhaus.
Mehrere Senioren kamen ins Krankenhaus. Foto: Henning Kaiser/dpa

Dormagen (dpa) – In Dormagen sind wegen gefährlicher Hitze-Entwicklung in einem Seniorenheim 16 Bewohnerinnen und Bewohner aus dem Gebäude gebracht und in ein Kranehaus gebracht worden. Zudem sei in der Nacht ein Bewohner gestorben, ob die Hitze ursächlich war, stehe aber noch nicht fest, sagte ein Sprecher der Stadt im Rhein-Neuss-Kreis auf dpa-Anfrage. 


Man habe sich am Morgen bei Temperaturen bis zu 35 Grad für umfassende vorsorgliche Maßnahmen entschieden. 30 Seniorinnen und Senioren habe man inzwischen in eine andere Einrichtung in Grevenbroich gebracht, schilderte der Sprecher weiter. Seit 7.00 Uhr waren Kräfte in dem überhitzten Gebäude im Einsatz. Fast 170 Seniorinnen und Senioren waren von der Extremhitze und dem Großeinsatz betroffen. Mehrere Krankenwagen standen vor der Einrichtung bereit, wie ein dpa-Reporter schilderte.

Ob der verstorbenen infolge einer körperlichen Überhitzung starb, müsse gegebenenfalls die Polizei mittels Obduktion klären, dazu könne die Stadt keine Angaben machen, erläuterte der Sprecher. Die Leitstelle im Rhein-Kreis-Neuss wollte sich zu dem gesamten Vorfall nicht äußern. 

Laut Stadt-Sprecher wurden die überhitzten oberen Etagen geräumt, die Bewohnerinnen und Bewohner ins kühlere Erdgeschoss gebracht – zunächst vor allem in die Cafeteria. Dort habe man die Temperatur mit externen Klimageräten um mindestens zehn Grad senken können.