In der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... Vermisst" geht es am Donnerstagabend auch um das Verschwinden einer Frau aus Sachsen-Anhalt. (Archivbild)
In der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... Vermisst" geht es am Donnerstagabend auch um das Verschwinden einer Frau aus Sachsen-Anhalt. (Archivbild) Foto: Peter Kneffel/dpa

Magdeburg (dpa) – Ist Jutta Schulz vor über zehn Jahren Opfer eines Verbrechens geworden oder freiwillig untergetaucht? Das konnte die Polizei seit dem spurlosen Verschwinden der damals 53-Jährigen nicht klären. Details und Erkenntnisse zu dem Verschwinden der Frau aus Thale im Harz im Frühjahr 2014 sollen nun Teil einer Sonderausgabe der ZDF-Sendung «Aktenzeichen XY… Vermisst» am Donnerstagabend (20.15 Uhr) sein.


Die Ermittler halten im Fall Schulz ein Gewaltverbrechen für wahrscheinlicher. Sie habe alle persönlichen Dinge und ihren Antiquitätenladen zurückgelassen, alle Kontakte seien abgebrochen und auch auf ihr Bankkonto habe die Frau nicht mehr zugegriffen.

Zeuginnen und Zeugen gesucht

Schulz sei regelmäßig für eine Tätigkeit als Bardame mit der Bahn über Magdeburg nach Köln-Neuehrenfeld gependelt. Bis heute versuchen die Ermittler nachzuvollziehen, wo sie sich entlang dieser Strecke aufgehalten hat. Außerdem suchen sie einen Mann namens «Knut» oder «Kurt». Mit ihm soll die Vermisste eine Beziehung neben ihrer festen Beziehung gehabt haben.

Die Ermittler bitten den Mann sowie weitere Zeuginnen und Zeugen, sich mit Hinweisen zu melden. Schulz war zum Zeitpunkt ihres Verschwindens den Angaben zufolge etwa 1,59 Meter groß, sehr schlank und sportlich. Sie hatte schulterlange rotbraun gefärbte, lockige Haare und ein gepflegtes Erscheinungsbild. Auffällig an ihr seien zwei Tätowierungen: ein Horusauge auf dem linken Schulterblatt sowie der Sonnengott Ra auf dem rechten Unterbauch.

Weitere Kriminalfälle

In der ZDF-Sendung am Donnerstagabend werden weitere Kriminalfälle vorgestellt, darunter der Fall Corina Niemand. Die damals 43 Jahre alte Dresdnerin wurde am 23. März 2024 zuletzt in ihrer Wohnung am Stadtrand gesehen. Inzwischen gehen die Ermittler davon aus, dass sie nicht mehr lebt. Weitere Fälle ereigneten sich bei Würzburg (Bayern), Rastatt (Baden-Württemberg) und in der Schweiz.