Bei der Durchsuchung wurden Datenträger sichergestellt. (Symbolbild)
Bei der Durchsuchung wurden Datenträger sichergestellt. (Symbolbild) Foto: Thomas Banneyer/dpa

Köln/Düsseldorf (dpa) – Die Kölner Polizei hat die Wohnung der salafistischen Top-Influencerin Hanna Hansen durchsucht. Das teilte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) dem Landtag mit. Hansen sei die bekannteste salafistische Influencerin in Deutschland. Sie habe mit ihren Social-Media-Kanälen eine sehr große Reichweite. Zuvor hatte das Nachrichtenportal «t-online» über die Durchsuchung berichtet.


Es gehe um den Verdacht des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, so Reul. Die Kölner Staatsanwaltschaft bestätigte die Durchsuchung, ohne ihren Namen zu nennen. Der Beschuldigten werde vorgeworfen, im April auf einer Social-Media-Plattform ein Symbol der als Terrororganisation eingestuften Hamas verbreitet zu haben. Dabei gehe es um ein rotes Dreieck.

Datenträger sichergestellt

Die Durchsuchung sei in der vergangenen Woche am Donnerstag erfolgt, so die Staatsanwaltschaft. Dabei seien Datenträger als Beweismittel sichergestellt worden. Diese würden nun ausgewertet. Auf dpa-Anfrage äußerte sich Hansen (42) zunächst nicht zu dem Vorwurf.

«t-online» bestätigte sie die Durchsuchung. Zum laufenden Verfahren wolle sie sich inhaltlich aber nicht äußern. Hansen kündigte dort an, ihre «öffentliche Arbeit» fortzusetzen. «An meinen Überzeugungen und meiner Tätigkeit wird sich nichts ändern.»

Hansens Instagram-Profil hat 224.000 Follower. Dort stellt sie sich als Weltmeisterin im Kickboxen und ehemalige Profi-Boxerin vor. Zuvor soll sie auch als Model und DJ gearbeitet haben.

Der aktuelle Jahresbericht des Verfassungsschutzes NRW widmet Hansen ein eigenes Kapitel und bezeichnet sie darin als Ausnahmeerscheinung innerhalb der männlich geprägten salafistischen Szene.