
Köln (dpa/lnw) – Beim Autourlaub im Ausland können unvorbereitete oder unaufmerksame Fahrer laut ADAC in eine Reihe von Kostenfallen geraten. Schon kleine Unachtsamkeiten kosteten schnell mehrere hundert Euro.
«Wer sich vor der Reise über die wichtigsten Regeln im Urlaubsland informiert, erspart sich unliebsame Post oder auch unangenehme Kreditkartenabbuchungen», sagt ADAC-Experte Tobias Paust.
Rund 2,5 Millionen Schüler in Nordrhein-Westfalen freuen sich auf die Sommerferien. Das Schuljahr ist am Freitag (17. Juli) zu Ende. Auf Autobahnen, an Flughäfen und bei der Bahn werden viele Reisende erwartet.
Achtung Umweltzonen im Ausland
Immer mehr Städte beschränken den Verkehr durch Umweltzonen oder Zufahrtsgenehmigungen. Ohne Plakette oder Registrierung drohten dort Bußgelder. Das gebe es etwa in Frankreich, Belgien, Spanien und Italien.
Beachtliche Bußgelder
Temposünder würden in vielen Ländern strenger bestraft. Wer etwa in Norwegen 20 Kilometer pro Stunde zu schnell fahre, dem drohe ein Bußgeld von 750 Euro. In den Niederlanden sind es laut ADAC mindestens 230 Euro.
Die Handynutzung am Steuer werde etwa in Norwegen mit 935 Euro und in den Niederlanden mit 440 Euro geahndet. Um Handysünder am Steuer zu entlarven, setzen niederländische Behörden auch «Handy-Blitzer» ein.
Clever mit Weitsicht tanken
Je nach Reiseland könnten im Vergleich zu Deutschland Preisunterschiede von bis zu 60 Cent pro Liter beim Tanken auftreten. Deshalb lohne sich vor dem Start der Autoreise ein Blick auf die Kraftstoffpreise hinter der Grenze.
Wesentlich günstiger als in Deutschland kann man zum Beispiel in Polen, Tschechien, Österreich, Kroatien, Belgien oder Spanien tanken. In den Niederlanden oder Dänemark seien Diesel und Benzin in der Regel teurer.
Maut und Vignetten prüfen
In vielen Ländern Europas seien Autobahnen, Brücken, Pässe oder Tunnel mautpflichtig. Wer ohne Vignette unterwegs sei oder an einer Mautstation eine falsche Spur befahre, müsse teilweise mit hohen Forderungen rechnen.
Vignetten sind nach Angaben des ADAC etwa in Österreich, der Schweiz, Slowenien oder Tschechien erforderlich. Streckenabhängig werde hingegen beispielsweise in Italien, Frankreich oder Kroatien abgerechnet.
In Frankreich sei vielen nicht bewusst, dass es bereits auch erste digitale Mautbrücken gebe. Die Bezahlung müsse binnen 72 Stunden online, an Raststätten oder in Tabakläden erfolgen. Es drohe eine Strafe von bis zu 375 Euro.
Parken kann teuer werden
Der ADAC weist auf teilweise große Preisunterschiede der Anbieter vor Ort hin. Hinzu kämen oft schwer verständliche Tarifmodelle oder Zusatzkosten. Zum Teil könne das vorherige Reservieren von Parkplätzen günstiger sein.
Auch bei Parkscheiben gelten im Ausland laut ADAC teilweise andere Regelungen. So dürfe etwa in Österreich eine deutsche Parkscheibe nicht genutzt werden. Bei Verstößen drohten Bußgelder von mindestens 21 Euro.
