Kehrtwende für einen Kulturbetrieb: Statt milliardenschwerem Neubau setzt Düsseldorf für die Deutsche Oper am Rhein nun auf eine Sanierung im laufenden Betrieb. (Archivbild)
Kehrtwende für einen Kulturbetrieb: Statt milliardenschwerem Neubau setzt Düsseldorf für die Deutsche Oper am Rhein nun auf eine Sanierung im laufenden Betrieb. (Archivbild) Foto: Maja Hitij/dpa

Düsseldorf (dpa/lnw) – Der Düsseldorfer Stadtrat hat die Beschlüsse für ein milliardenschweres neues Opernhaus aufgehoben. Der bereits eingestellte Realisierungswettbewerb zum «Opernhaus der Zukunft» sei damit endgültig abgeschlossen, teilte die Stadt am Abend mit. Gemeinsam mit der Deutschen Oper am Rhein und weiteren Beteiligten werde die Verwaltung Konzepte für die bauliche und funktionale Ausgestaltung des jetzigen Opernhauses erarbeiten, hieß es. Ziel sei es, den Standort langfristig zu sichern.


Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) hatte im Juni entschieden, die weitere Planung für das neue Opernhaus zu stoppen. Das alte Opernhaus soll nun saniert werden. Als Grund für die Kehrtwende nannte die Landeshauptstadt die «aktuellen finanziellen Rahmenbedingungen», an denen sich die Investitionsplanung ausrichten müsse. «Die Entscheidung, die Planung für das Projekt Opernhaus der Zukunft zu stoppen, ist mir alles andere als leicht gefallen», sagte Keller vor einigen Wochen. 

Der Düsseldorfer Stadtrat hatte Ende 2021 einen Neubau des Opernhauses beschlossen, der nach früheren Angaben mindestens 716 Millionen Euro kosten sollte. Eine aufwendige Sanierung des bestehenden Opernhauses aus der Nachkriegszeit war zunächst verworfen worden. Für den Neubau des Opernhauses hatte es bereits einen Architekturwettbewerb gegeben.