Verkehrsminister Krischer will Bauprojekte in NRW mit Priorität behandelt sehen. (Archivbild)
Verkehrsminister Krischer will Bauprojekte in NRW mit Priorität behandelt sehen. (Archivbild) Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Köln (dpa/lnw) – Der nordrhein-westfälische Verkehrsminister Oliver Krischer erwartet, dass der neue Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) die Sanierung der maroden Autobahnbrücken und des Schienennetzes in NRW zur Priorität macht. Der Bund müsse sein Sondervermögen dort investieren, «wo die Probleme am größten sind, und die sind in Nordrhein-Westfalen am größten», sagte der Grünen-Politiker WDR5 im Interview.


Er glaube, dass Bilger an die gute Arbeit seines geschassten Vorgängers Patrick Schnieder (CDU) anknüpfen und die richtigen Schwerpunkte setzen werde. «Das ist natürlich für Nordrhein-Westfalen ganz, ganz wichtig, dass der Bund jetzt hier auch dabei bleibt, nicht in Prestigeprojekte in Bayern investiert, sondern in die Sanierung von Brücken und Schienen in Nordrhein-Westfalen», sagte Krischer. Bilger war von 2018 bis Ende 2021 unter dem damaligen Ressortchef Andreas Scheuer (CSU) Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium.

Krischer findet Schnieders Ablösung unverständlich

Schnieders Ablösung habe ihn sehr überrascht, sagte Kirscher. Er habe den Christdemokraten als «grundanständigen Menschen» kennengelernt. «Beispielsweise bei der Bonner Nordbrücke kann ich nur sagen, war die Zusammenarbeit hervorragend in dieser sehr schwierigen Situation, wo die Brücke gesperrt werden musste. Und ich habe bis heute nicht verstanden, warum er entlassen worden ist.»

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte den Rücktritt von Unionsfraktionschef Jens Spahn für eine Kabinettsumbildung genutzt und in diesem Zusammenhang auch Schnieder entlassen. Die Art und Weise der Demission löste viel Unmut in der Union aus.