Sebastian Grönning sorgte mit seinem Treffer für den Auftaktsieg von Hertha BSC.
Sebastian Grönning sorgte mit seinem Treffer für den Auftaktsieg von Hertha BSC. Foto: David Ebener/dpa

Bochum (dpa) – Ein Blick auf ein Handyfoto, ein Lächeln – und später der entscheidende Treffer: Für Sebastian Grönning war sein Tor für Hertha BSC zum Saisonauftakt mehr als nur ein Treffer. «Das war das erste Mal, dass ich als Papa spiele. Ich habe nach dem Spiel eine Nachricht von meiner Freundin bekommen, dass das für meinen Sohn war», sagte Grönning nach dem 1:0-Auftakterfolg beim VfL Bochum.


Vor dem Gang auf den Platz habe er sich auf seinem Handy noch ein Bild seines Sohnes und seiner Freundin angesehen. «Das hat mir ein großes Lächeln ins Gesicht gebracht. Danach wollte ich einfach nur das Spiel genießen. Dieser Weg hat mir in diesem Spiel geholfen und das hoffe ich auch weiter so», sagte der 29-Jährige, der von Trainer Stefan Leitl in der Startelf den Vorzug als Stürmer vor Luca Schuler bekommen hatte. 

Leben nun mehr als Fußball: «Sohn weint, kackt und schläft»

Seit der Geburt seines Sohnes vor zweieinhalb Monaten habe sich seine Perspektive aufs Leben verändert, betonte Grönning. «Ich denke nicht mehr so viel an Fußball, wenn ich nach Hause komme. Normalerweise kannst du als Fußballer schlechtes Training oder andere Dinge mit nach Hause nehmen. Jetzt habe ich dafür keine Zeit mehr, weil mein Sohn weint, kackt und schläft. Ich habe andere Dinge zu tun», sagte er mit einem Lächeln. 

«Ich glaube jeder, der Kinder hat, weiß, dass sie die Perspektive aufs Leben ein bisschen verändern», erklärte der Stürmer. Seine Familie gebe ihm zu Hause nicht nur Unterstützung, sondern auch Ruhe – gerade in zuletzt schwierigen Zeiten. Das Tor zum Saisonauftakt widme er daher nicht nur seinem Sohn, sondern auch seiner Freundin. «Ich freue mich und freue mich auch auf nächste Woche. Hoffentlich kann das ein Ritual sein», betonte der Däne.