Die queere Community in Köln hat zu einer Solidaritäts-Demonstration aufgerufen. (Archivbild)
Die queere Community in Köln hat zu einer Solidaritäts-Demonstration aufgerufen. (Archivbild) Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa

Köln (dpa/lnw) – Zwei Wochen nach dem islamistischen Anschlag am Rande des Berliner CSD haben queere Vereine und Organisationen für Sonntag (14.00 Uhr) zu einer Solidaritäts-Demonstration in Köln aufgerufen. Angemeldet sind laut Polizei rund 2.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die von Deutz aus durch die Innenstadt ziehen wollen.


Es sei jetzt notwendiger denn je Haltung zu zeigen und deutlich zu machen: «Wer die Freiheit der queeren Community, die Freiheit dieser Gesellschaft anfechten und einschränken will, legt sich mit den Falschen an», teilte der Verein Cologne Pride mit. «Wir lassen uns von Queerfeindlichkeit nicht kleinkriegen – egal, aus welcher Ecke sie kommt.» 

Veranstalter fordern mehr Schutz für Queere

Die Veranstalter fordern von Bund, Ländern und Kommunen Maßnahmen, damit «queere Strukturen und queeres Leben nachhaltig geschützt und gestärkt» werden.

Am 25. Juli hatte ein 21-Jähriger am Rande des Christopher Street Day in Berlin mit einem Auto mehrere Menschen angefahren und weitere vermutlich mit einer Machete attackiert. Eine Frau starb, 31 Menschen wurden verletzt. Der mutmaßliche Islamist wurde einen Tag später von Polizisten erschossen, als er sie nach Angaben der Ermittlungsbehörden angriff.