Im Offenen Ganztag werden die Kinder bis in den Nachmittag hinein betreut. Symbolfoto: Pexels

Velbert. Die Stadtverwaltung hat einen Überblick über die Betreuungsplätze an den Velberter Grundschulen herausgegeben. Von den insgesamt 3.180 Grundschülern gehen Zweidrittel in eine Kurzzeit- oder Ganztagsbetreuung. In manchen Einrichtungen erreicht die OGS-Quote ganze 100 Prozent. Die Stadtverwaltung sieht sich damit gut aufgestellt für den ab diesem Schuljahr geltenden Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz.


Ab dem Schuljahr 2026/27 gilt ein Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für alle Erstklässler. Aus diesem Anlass hat die Schulverwaltung eine Übersicht über ihr Betreuungsangebot veröffentlicht, dass sie als „umfassend und bedarfsgerecht“ charakterisiert. Allen angemeldeten Kindern konnte demnach ein Platz angeboten werden. Die Verwaltung geht davon aus, dass der Bedarf an Ganztagsbetreuung mit Einführung des Rechtsanspruchs in den kommenden Jahren weiter steigen wird.

„Der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung ist eine große gesellschaftliche Aufgabe. Wir investieren deshalb konsequent in unsere Schulen und Betreuungsangebote, um Familien verlässliche Perspektiven zu bieten und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter zu stärken“, betont Dirk Lukrafka. Insgesamt seien in den letzten acht Jahren rund 31 Millionen Euro in den Ausbau der Offenen Ganztagsbetreuung geflossen, so der Bürgermeister.

Offener Ganztag und Kurzzeitbetreuung

An elf der insgesamt dreizehn städtischen Grundschulen wird zusätzlich zur Offenen Ganztagsschule (OGS) eine Kurzzeitbetreuung angeboten. Die Kurzzeitbetreuung umfasst eine Betreuung bis 14 Uhr, in der OGS werden die Kinder bis 16 Uhr betreut. An zwei Schulen wird ausschließlich die OGS-Betreuung angeboten – dort wird im kommenden Schuljahr eine OGS-Quote von 100 Prozent erreicht.

Zum Schuljahr 2026/27 werden an den städtischen Grundschulen rund 790 Kinder eingeschult. Insgesamt werden etwa 3.160 Schülerinnen und Schüler die Velberter Grundschulen besuchen.

An mehreren Schulen könnten bei Bedarf allen Schülerinnen und Schülern ein OGS-Platz angeboten werden: an der Grundschule Kastanienallee, Gerhart-Hauptmann Grundschule, Grundschule Grünstraße, Wilhelm-Ophüls Grundschule sowie der Grundschule Max & Moritz.

„Velbert ist beim Ausbau der Ganztagsbetreuung bereits sehr gut aufgestellt. Dass wir schon heute allen angemeldeten Kindern einen Platz anbieten können, ist ein wichtiges Signal an Familien und zeigt, dass wir frühzeitig und vorausschauend gehandelt haben“, sagt Schuldezernentin Sandra Ernst.

An den Schulen gibt es insgesamt eine Schülerzahl von 3.180 Kindern, wobei es insgesamt 1.602 Anmeldungen sowie 527 Anmeldungen für die Kurzzeitbetreuung gibt. Dies entspricht einer durchschnittlichen Betreuungsquote von 68 Prozent. Im Einzelnen stellen sich die Zahlen nach Angaben der Schulverwaltung wie folgt dar:

  • GGS Bergische Straße: Bei einer Schülerzahl von 189 gibt es 51 OGS-Anmeldungen und 53 Anmeldungen für die Kurzzeitbetreuung, was einer Betreuungsquote von 55 Prozent entspricht.
  • GGS Birth: Die Schule hat 502 Schülerinnen und Schüler, 261 OGS-Anmeldungen sowie 121 Anmeldungen für die Kurzzeitbetreuung bei einer Betreuungsquote von 76 Prozent.
  • GGS Gerhart-Hauptmann-Schule: Von insgesamt 394 Schülerinnen und Schülern sind 239 im Offenen Ganztag angemeldet; die Kurzzeitbetreuung verzeichnet 0 Anmeldungen, woraus sich eine Betreuungsquote von 61 Prozent ergibt.
  • GGS Grünstraße: Bei 134 Schülerinnen und Schülern gibt es 131 OGS-Anmeldungen und keine Anmeldungen für die Kurzzeitbetreuung, was zu einer hohen Betreuungsquote von 98 Prozent führt.
  • GGS Kastanienallee: Die Einrichtung zählt 406 Schülerinnen und Schüler, 194 OGS-Anmeldungen sowie 54 Anmeldungen für die Kurzzeitbetreuung bei einer Betreuungsquote von 61 Prozent.
  • GGS Nordstadt: Hier verteilen sich die Werte auf 245 Schülerinnen und Schüler, 103 OGS-Anmeldungen und 35 Anmeldungen für die Kurzzeitbetreuung, was einer Betreuungsquote von 56 Prozent entspricht.
  • GGS Kuhstraße: Bei einer Schülerzahl von 198 liegen 101 OGS-Anmeldungen und 27 Anmeldungen für die Kurzzeitbetreuung vor, woraus sich eine Betreuungsquote von 65 Prozent ergibt.
  • GGS Max & Moritz: Die Schule hat 234 Schülerinnen und Schüler, 94 OGS-Anmeldungen und 72 Anmeldungen für die Kurzzeitbetreuung bei einer Betreuungsquote von 71 Prozent.
  • GGS Wilhelm-Ophüls-Schule: Von 143 Schülerinnen und Schülern sind 82 im Offenen Ganztag angemeldet; die Kurzzeitbetreuung hat 27 Anmeldungen, was eine Betreuungsquote von 76 Prozent ausmacht.
  • GGS Tönisheide: Bei insgesamt 204 Schülerinnen und Schülern gibt es 107 OGS-Anmeldungen und 27 Anmeldungen für die Kurzzeitbetreuung bei einer Betreuungsquote von 66 Prozent.
  • GGS Regenbogenschule: Die Schule verzeichnet 191 Schülerinnen und Schüler, 60 OGS-Anmeldungen sowie 36 Anmeldungen für die Kurzzeitbetreuung, was einer Betreuungsquote von 50 Prozent entspricht.
  • EGS Velbert-Neviges: Hier beläuft sich die Schülerzahl auf 191 bei 106 OGS-Anmeldungen und 35 Anmeldungen für die Kurzzeitbetreuung, woraus eine Betreuungsquote von 74 Prozent resultiert.
  • KGS Sonnenschule Velbert-Neviges: Bei 149 Schülerinnen und Schülern gibt es 73 OGS-Anmeldungen und 40 Anmeldungen für die Kurzzeitbetreuung, was einer Betreuungsquote von 76 Prozent entspricht.