Die Löscharbeiten auf dem mit Weltkriegsmunition belasteten Gelände gestalten sich schwierig.
Die Löscharbeiten auf dem mit Weltkriegsmunition belasteten Gelände gestalten sich schwierig. Foto: Christoph Driessen/dpa

Hürtgenwald (dpa) – Die Löscharbeiten des großen Waldbrandes in Hürtgenwald werden durch Weltkriegsmunition auf dem Gelände erschwert. «Das Gelände ist doch sehr schwierig und durch die hohe Munitionsbelastung können wir auch keine einzelnen Feuerwehrleute mit Löschrucksäcken reinschicken», sagte Ralf Nolten (CDU), Landrat des Kreises Düren, der Deutschen Presse-Agentur. Im Laufe der Nacht sei auf dem Brandgelände bereits Munition hochgegangen. «Wir haben auch die Schläge gehört.»


Die wechselnden, teils starken Winde in der Nacht hätten dazu geführt, dass sich die Einsatzkräfte streckenweise hätten zurückziehen müssen, um nicht eingekesselt zu werden, sagte Nolte. Am Freitagmorgen waren auch Panzer und Forstunternehmer vor Ort. Sie sollten Schneisen in dem dicht bewaldeten Gebiet legen, um die Ausbreitung des Feuers einzudämmen.

Immer wieder Kampfmittelfunde

Der Hürtgenwald war 1944 und 1945 Schauplatz schwerer Kämpfe zwischen deutschen und US-amerikanischen Truppen. Bis heute werden in der Region Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden.

Der Vorsitzende des Arbeitskreises Waldbrand im Deutschen Feuerwehrverband (DFV), Ulrich Cimolino, sieht Verbesserungsbedarf beim Umgang mit Bränden auf Munitionsverdachtsflächen. Es brauche mehr geschützte beziehungsweise gepanzerte Fahrzeuge für solche Einsätze, erklärte er der Deutschen Presse-Agentur und verwies auf entsprechende Anschaffungen Brandenburgs. Sondereinsatzmittel der Bundeswehr müssten bislang im Amtshilfeverfahren angefordert werden und stünden nur zur Verfügung, wenn die Bundeswehr entsprechende Kapazitäten habe – zudem gegen Kostenrechnung.