Mehrere Hundert Hektar Waldfläche stehen im Hürtgenwald in Flammen.
Mehrere Hundert Hektar Waldfläche stehen im Hürtgenwald in Flammen. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Berlin (dpa) – Waldbrände in Deutschland entstehen nach Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) häufig durch Unachtsamkeit. Ein weggeworfener Zigarettenstummel oder auch ein Grill, der zu dürftig gelöscht wurde, zählen oft zu den Brandursachen. Mögliche andere Gründe sind heiße Katalysatoren von Autos oder Motorrädern, die im Wald oder am Waldrand abgestellt werden, der Funkenflug von Eisenbahnen oder schnell drehende Maschinenteile von forst- und landwirtschaftlichen Maschinen.


Fahrlässigkeit macht laut Statistik des Bundeslandwirtschaftsministeriums von 2025 mehr als ein Viertel aller Waldbrände (27 Prozent) in Deutschland aus. Jeder fünfte Brand wurde sogar vorsätzlich gelegt. Rund 46 Prozent der Waldbrände entstanden aus ungeklärten Ursachen.

 Alte Kampfmittel und Blitzschläge

In munitionsbelasteten Gebieten können alte Kampfmittel Brände oder Explosionen auslösen und die Löscharbeiten erheblich erschweren. In seltenen Fällen fängt ein Baum durch Blitzschlag Feuer.

Waldbrände beginnen häufig als Boden- oder Lauffeuer auf Laub und Sträuchern. Bei trockener Witterung und Wind können sie sich rasch ausbreiten. Erfasst der Brand sowohl die bodennahe Vegetation als auch Stämme und Kronen, spricht man von einem Vollfeuer. Dann können die Flammen auch breitere Wege überspringen. Ein Vollfeuer kann oftmals nur durch Unterstützung aus der Luft erfolgreich bekämpft werden.