Mittelstürmer Marek Janssen führte RWE auf die Siegerstraße.
Mittelstürmer Marek Janssen führte RWE auf die Siegerstraße. Foto: Anke Waelischmiller/dpa

Essen (dpa) – Drittligist Rot-Weiss Essen ist ein Pokal-Coup gelungen. Der DFB-Pokalsieger von 1953 warf in der ersten Runde überraschend Zweitligist FC St. Pauli mit 2:0 (1:0) aus dem Wettbewerb. Nach dem Führungstor von Marek Janssen (36. Minute) setzte Semir Telalovic (53.) mit dem zweiten Treffer den Schlusspunkt. Essen erreicht damit erstmals seit sechs Jahren wieder die zweite Runde.


Bei St. Pauli hält der Abwärtstrend dagegen an: Der Bundesliga-Absteiger ist in der aktuellen Zweitligasaison nach zwei Spieltagen noch sieglos und erreicht nach der Pleite erstmals seit der Saison 2020/2021 nicht die zweite Pokal-Runde.

Anfällig in der Defensive, harmlos in der Offensive

Die Niederlage war aber nicht einmal unglücklich. Zu druckvoll und spielbestimmend war Drittligist Essen – und zu anfällig vor allem die Hintermannschaft der Hanseaten. Doch auch in der Offensive präsentierte sich St. Pauli oft zu harmlos.

Bezeichnend: Martijn Kaars (18./30.) hatte zwei Großchancen zur Führung. Doch zunächst schoss er den Ball frei stehend aus kürzester Distanz über das leere Tor und kurz darauf von der Strafraumgrenze zu überhastet weit über die Latte.

Janssen und Telalovic ohne Gegenspieler

Genauer Maß nahm auf der anderen Seite RWE-Mittelstürmer Janssen: Nach einer Flanke in den Strafraum erzielte der Angreifer kurz vor der Pause unbedrängt mit dem Kopf sein erstes Saisontor. Und kurz nach dem Seitenwechsel folgte der nächste Rückschlag für St. Pauli, als nach einer erneuten Hereingabe in den Strafraum diesmal Telalovic völlig frei stand und den Ball volley ins Netz bugsieren konnte.

Anschließend zogen sich die Essener immer weiter zurück und verwalteten den Vorsprung. St. Pauli mühte sich vergeblich um den Anschlusstreffer und musste aufpassen, bei einem Konter nicht noch ein drittes Tor zu kassieren.