Am 28. August kommt es zu einer partiellen Mondfinsternis. (Symbolbild)
Am 28. August kommt es zu einer partiellen Mondfinsternis. (Symbolbild) Foto: K.M. Chaudary/AP/dpa

Bochum/Essen (dpa/lnw) – Nach der spektakulären Sonnenfinsternis am 12. August steht für Astronomie-Begeisterte bereits das nächste Himmelsereignis an: Am frühen Freitagmorgen kommt es zu einer partiellen Mondfinsternis. Aber was genau passiert dabei, wann beginnt die Mondfinsternis und wann endet sie? Und warum könnte es in Nordrhein-Westfalen schwierig werden, sie zu beobachten?


Was ist eine Mondfinsternis?

Bei einer Mondfinsternis wandere der Mond durch den Schatten, den die von der Sonne angeleuchtete Erde ins Weltall werfe, erklärte Nicole Sehrig von der Sternwarte Bochum. Das sei nur dann möglich, wenn die Sonne, die Erde und der (Voll-)Mond in einer Ebene stünden. 

Was ist eine partielle Mondfinsternis?

Weil er dieses Mal nicht ganz auf einer Linie mit Sonne und Erde, also nicht komplett im Kernschatten liege, bleibe ein kleiner Teil des Mondes frei, sagte Sehrig. Demnach handelt es sich um eine partielle und keine totale Mondfinsternis. Rund 93,5 Prozent des Mondes lägen im Kernschatten.

Wann ist die Mondfinsternis zu beobachten?

Sichtbar ist die Mondfinsternis am Freitagmorgen in Nordrhein-Westfalen laut Sehrig ab 4.33 Uhr; ihr Maximum erreicht sie um 6.12 Uhr. Weil der Mond gegen 6.45 Uhr untergehe, sei das Spektakel spätestens dann vorbei.

Wer sich eine Mondfinsternis anschauen wolle, brauche vor allem eine freie Sicht gen Südwesten: «Je freier die Sicht, desto länger kann man beobachten», erklärte Sehrig. Das sei am frühen Freitagmorgen in Nordrhein-Westfalen aber leider eher schwierig, berichtete ein Meteorologe vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Wegen einer Kaltfront sei der Himmel über dem Bundesland zu diesem Zeitpunkt nämlich sehr stark bewölkt bis bedeckt. Im Norden und Osten von Nordrhein-Westfalen könnte es außerdem regnen und gewittern.

Wie kann man die Mondfinsternis beobachten?

Wer sein Glück trotz der trüben Aussichten versuchen wolle, brauche keine zertifizierte Schutzbrille wie bei einer Sonnenfinsternis, erläuterte Sehrig weiter: Mondlicht schade den Augen nicht. Grundsätzlich sei eine Mondfinsternis auch mit bloßem Auge gut sichtbar.