
Duisburg/Düsseldorf (dpa) – Der Untersuchungshäftling, der mit einem hollywoodreifen Ausbruch aus der JVA Duisburg-Hamborn entkommen ist, fiel nach dpa-Informationen zuerst Mitgefangenen durch Poltern auf dem Dach auf. Bedienstete, die ebenfalls laute Geräusche im Hafthaus gehört hatten, entdeckten oben eine Person. Am Montag war der 35-Jährige laut Polizei weiter auf der Flucht.
Der 35-Jährige hatte nach früheren Angaben einen Gitterstab vor dem Fenster seiner Zelle zum Innenhof durchgesägt und die Feinvergitterung mit einem abgesägten Stuhlbein aufgehebelt. Dann kletterte er aus seiner Zelle im 3. Stock auf das Dach über dem 4. Stock. Wie er von dort herunterkam, ist noch unklar. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei könnte der Mann ein Fallrohr heruntergeklettert sein.
Kommende Woche wird der Vorfall Thema im Düsseldorfer Landtag. Die SPD-Fraktion hat eine sogenannte Aktuelle Viertelstunde im Rechtsausschuss (9. September) beantragt.
