Einsatzkräfte der Polizei sind bei einer nicht angemeldeten Demonstration nach eigenen Angaben mit Pyrotechnik beschossen worden.
Einsatzkräfte der Polizei sind bei einer nicht angemeldeten Demonstration nach eigenen Angaben mit Pyrotechnik beschossen worden. Foto: Jan Ohmen/dpa

Aachen (dpa/lnw) – Bei einer nicht angemeldeten Demonstration in Aachen ist die Polizei nach eigenen Angaben von rund 15 vermummten Personen mit Pyrotechnik beschossen worden. Während der ganzen Nacht sei es zu Auseinandersetzungen gekommen, sagt ein Polizeisprecher. Verletzt wurde dabei niemand. 


Die Spontandemonstration war am späten Sonntagabend in der Aachener Innenstadt gestartet. Da die Versammlung mit rund 200 Teilnehmern nicht angemeldet war, rückte die Polizei zu einem Großeinsatz aus. Der Protest begann am Elisenbrunnen und zog in Richtung Hauptbahnhof und des sogenannten Autonomen Zentrums (AZ). 

Nach Angaben der Polizei flüchteten Tatverdächtige anschließend in das AZ. Dort nahm die Polizei mehrere Personen in Gewahrsam. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden diese wieder entlassen. Es wurde niemand festgenommen. 

Der Staatsschutz hat die Ermittlungen in dem Fall wegen des Verdachts auf besonders schweren Landfriedensbruch und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte aufgenommen, wie die Polizei mitteilte. Zudem wurde das AZ durchsucht.

Weitere Versammlung blieb friedlich

Aus der ersten Versammlung von Sonntagabend bildete sich dann laut Polizei eine zweite Demonstration. Diese dauerte am Montagnachmittag noch an und verlief zunächst friedlich. Laut Polizeiangaben waren dann noch etwa 15 Menschen vor Ort. Wer zu der Demonstration aufgerufen hat und was der Anlass war, ist nach Angaben der Polizei noch unklar. In den sozialen Medien findet sich ein entsprechender Aufruf der Antifa-Jugend Aachen. Auch zum Anlass der ursprünglichen Spontandemonstration machte die Polizei keine Angaben.