Hadert mit dem 2:2 in Augsburg: Leverkusen-Kapitän Edmond Tapsoba.
Hadert mit dem 2:2 in Augsburg: Leverkusen-Kapitän Edmond Tapsoba. Foto: Harry Langer/dpa

Augsburg/Leverkusen (dpa/lnw) – Edmond Tapsoba sprach Klartext. «Klar, das fühlt sich wie eine Niederlage an», resümierte der Kapitän von Bayer Leverkusen nach dem 2:2 (1:0) beim FC Augsburg. «Wir haben zwei einfache Punkte hergeschenkt.» Durch das Remis beim Überraschungsteam aus Schwaben steht die Werkself bei vier Zählern aus den ersten drei Spielen der Fußball-Bundesliga. In der neuen Woche geht es dann in der Europa League los.


Das Team von Coach Carles Martínez hatte in Augsburg einen starken Beginn gezeigt und war verdient durch Christian Kofane in Führung gegangen (18. Minute). Nach der Pause aber erlaubte eine kurze Bayer-Phase der kollektiven Unaufmerksamkeit dem FCA, das Spiel durch einen Doppelpack von Michael Gregoritsch zu drehen (50./55.). Was ist da – ähnlich wie nach der Halbzeit in Elversberg (2:3) – schiefgelaufen? «Wenn ich es wüsste, wäre ich nicht zweimal die Situation gekommen», sagte Tabsoba. «Das müssen wir ernst nehmen.»

Hacken-Joker Schick: «Tut weh»

Immerhin rettete Stürmer Patrik Schick, der erst im zweiten Durchgang eingewechselt worden war, der Werkself das Remis mit einem Hackentreffer kurz vor Schluss (89.). «Es tut weh, dass wir hier zwei Punkte gelassen haben», haderte der tschechische Angreifer. «Wir müssen was verbessern.»

Trainer Martínez analysierte: «Wir haben uns viele Chancen erarbeitet – daraus aber zu wenig Kapital geschlagen.» Dass sich die Dienstreise nach Bayern für viele wie eine Pleite anfühlt, dass konnte Geschäftsführer Simon Rolfes verstehen. «Ja, weil wir besser waren», meinte der Ex-Profi. «Am Ende war es hochverdient, dass wir den Ausgleich machen. Aber wir haben halt das Spiel hergegeben, weil wir die bessere Mannschaft waren.»

Nun gegen Celje im Europacup – dann kommt RB

Schon in der ersten Halbzeit hatten die Gäste massenhaft Chancen auf weitere Tore, etwa durch Rückkehrer Moussa Diaby (5.) oder Ibrahim Maza (9.). «Wenn man das Spiel in den ersten 40 Minuten killen kann, dann muss man das machen», sagte Abwehrchef Tabsoba. Am Mittwoch will es Bayer besser machen am ersten Europa-League-Spieltag daheim gegen NK Celje (21.00 Uhr) – ehe am Sonntag darauf Champions-League-Starter RB Leipzig zu Gast ist.